Mehrere tausend Besucher feiern Event am Fluss

Der „Huntezauber“ macht seinem Namen alle Ehre

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Spiel mit dem Feuer: An der Show des Zirkus Barbarella beteiligte sich das Duo Jolly und Ronja mit gekonnten Jonglagen.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Zum Startschuss des „Huntezaubers“ in Barnstorf waren die Aussichten nicht gerade rosig: „Hallo Sonne, wo hast du dich versteckt?“ rief Kinderliedermacher Heiner Rusche am frühen Samstaganachmittag in die Menschenmenge, aus der etliche Regenschirme hervorstachen. Nun, die Kinder stiegen in den Weckruf ein und taten alles dafür, um die dicken Wolken am Himmel zu vertreiben. Doch dem jungen Chor gelang das nur bedingt. Vor allem in den ersten Stunden gingen immer wieder Schauer auf das Gelände am Freizeitbad Hunteholz nieder. Das sollte die Bilanz aber nicht zwangsläufig trüben, denn mit mehreren tausend Besuchern darf die Premiere als Volltreffer gewertet werden.

„Wir möchten Sie alle heute verzaubern“, erklärte Bürgermeisterin Elke Oelmann in ihrer kurzen Eröffnungsansprache. Es waren keine leeren Worte, denn die Gemeindevertreterin ging gleich mit gutem Beispiel voran, als sie aus farbigen Tüchern einen Blumenstrauß hervorzauberte. Da staunte auch „Nixe“ Svenja Guhr, die in hellblauem Kostüm die Bühne betrat und das Fest auf den Namen „Huntezauber“ taufte.

Für das Programm ernteten die Veranstalter viel Lob. „Das haben sie gut gemacht“, meinte Siegfried Plate, der mit Ehefrau Siglinde und einem befreundeten Ehepaar zum Feiern gekommen war. Sie lobten das Gelände am Freizeitbad, den Aufbau der Stände und zeigten sich vor allem von der Besucherzahl überrascht.

Der „Huntezauber“ machte seinem Namen alle Ehre. Zauber und Hunte, das passt zusammen, wie sich im Laufe des Tages zeigen sollte. Mit der Norddeutschen Meisterschaft im Kanu-Freestyle oder „Stand-Up-Paddling“ wurde das Fließgewässer aktiv in das Programm einbezogen. Allerdings hielten sich die Besucher beim Mitmachen zurück. Das galt auch für die Badeinsel-Regatta.

Beim Entenrennen schrie sich Amina die Seele aus dem Leib: „740, 740, 740“ rief die Neunjährige, um ihrem Schützling aus Plastik Flügel zu verleihen. An welcher Position sich die Ente befand, war mit Blick auf den quietsch-gelben Teppich nicht zu erkennen. Immerhin waren es 1 000 Enten, die auf der Hunte flussabwärts trieben und dabei lautstark angefeuert wurden.

Mit diesem Wettbewerb hatte die Barnstorfer Fördergemeinschaft einen heiteren Beitrag zum „Huntezauber“ geleistet. Bei der Siegerehrung spannte Vorsitzender Günther Klemm die Teilnehmer auf die Folter, bevor er die Startnummer der Ente bekannt gab, die mit einem doch recht deutlichen Vorsprung von gut fünf Metern gesiegt hatte. Sie gehörte Bernd Helmerking aus Barnstorf. Er freute sich über einen Einkaufsgutschein im Wert von 250 Euro. Zwei Gutscheine im Wert von 150 und 100 Euro gingen an Helene Helmerking und die Familie Jedlicka. Außerdem wurden unter allen Teilnehmern 22 Gutscheine im Wert von jeweils 25 Euro verlost.

Gleich mehrere Wasserspiele warteten im Freizeitbad Hunteholz, wo die Stadtwerke Huntetal freien Eintritt gewährten. Doch der erhoffte Ansturm blieb vermutlich aufgrund des Wetters aus. Hatten sich bei einem herrlichen Sommertag vor zwei Wochen noch rund 1 500 Besucher im Bad getummelt, herrschte nun Flaute in den Becken. Das Team um Schwimmmeistergehilfe Olaf Kluge widmete sich ein paar jungen Wasserratten, die sich in Aqua-Bällen und Gummiboten oder auf der Wasserlaufbahn vergnügten.

Unterdessen wurde auf der Bühne am Hauptplatz ein Nonstop-Programm geboten. Erst wechselten sich Heiner Rusche und die „Original Huntetaler“ mit ihren Vorträgen ab, später sorgte die Band „Mondays Eleven“ für Stimmung. Zwischendurch präsentierten die Teilnehmer eines Sprachcamps, das während der Sommerferien im Welthaus stattfand, ein kleines Theater auf Stelzen. Mit ihrem Beitrag richteten sich die jungen Flüchtlinge gegen Ausgrenzung und Fremdenhass. Die Botschaft: „Ihr dürft nicht vergessen, dass wir nicht alle gleich sind!“

Huntezauber in Barnstorf

Mit Einbruch der Dunkelheit schlug die Stunde des Zirkus Barbarella, der mit seiner Show „Feuer und Flamme“ ein buchstäbliches Highlight setzte. Das faszinierende Spiel mit dem Feuer, begleitet und getrieben von der Musik, beeindruckende mit zahlreichen Choreographien. Dabei wurde das Ensemble unter der Leitung von Arnd Domroese von einem Duo aus Oldenburg unterstützt. Jolly und Ronja jonglierten mit Fackeln und ließen das Feuer sogar über die Haut springen.

Den fulminaten Schlusspunkt setzte die Show „Flames of Water“. Hohe Fontänen in den schillernsten Farben stiegen über der Huntebrücke auf. Ein Zusammenspiel von Wasser, Licht und Musik, das viel Lob erntete: „Ich finde noch gar keine Worte. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Das ist mit einem Feuerwerk nicht zu vergleichen“, meinte Rita Einhoff. Nach einer Zugabe strömten die Besucher dann wieder Richtung Bühne, wo noch bis spät in die Nacht getanzt und gefeiert wurde.

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