144 Menschen zeigen Einsatzbereitschaft

Helden bei der Blutspende

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Posieren neben der Heldenfigur: Erstspender Andreas Demin und Rotkreuzlerin Sabine Brandt.

Barnstorf - Fiktive Helden wie Superman gibt es in der Comic-Welt viele, aber echte Heldentaten finden häufig im Alltag und mit kleinen Gesten statt. Wie etwa am Freitag bei der Blutspende des DRK-Ortsvereins Barnstorf, wo sich insgesamt 144 Männer und Frauen um jeweils einen halben Liter Blut erleichterten, um anderen Menschen das Leben zu retten.

Dass zur Heldentat neben der Einsatzbereitschaft auch eine Portion Mut gehört, zeigte sich vor allem bei den neun Erstspendern. „Ich bin vorher schon ein bisschen nervös gewesen. Man weiß ja nicht, was auf einen zukommt“, räumte Andreas Demin ein, der erstmals am Aderlass teilnahm, sich im Kreise von Freunden aber in bester Gesellschaft befand. Der erste Nadelstich verlief dann besser als erwartet. „Es hat überhaupt nicht wehgetan“, berichtete der 18-jährige Schüler aus Barnstorf.

Er wolle anderen Menschen etwas zurückgeben und könne schließlich auch selbst mal in die Situation geraten, auf eine Bluttransfusion angewiesen zu sein, erklärte Demin seine Motivation. Der aktuellen Werbekampagne des Blutspendedienstes, der Blutspender als „Helden des Alltags“ bezeichnet, konnte er durchaus etwas abgewinnen. „Das stimmt“, sagte der junge Mann und fühlte sich ein wenig geschmeichelt.

Stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Sabine Brandt hatte am Freitag im Eingangsbereich des DRK-Hauses im Hülsmeyer-Park das Transparent eines lebensgroßen „Blutspende-Helden“ aufgestellt und sah die Verbindung zur Heldentat durchaus gerechtfertigt. Schließlich gehe es um die Bereitschaft, etwas für andere Menschen zu tun. „Mit einer Blutspende kann man bis zu drei Leben retten“, sagte Brandt und fügte hinzu: „So ein Held kann jeder sein.“

Was die Resonanz bei der letzten Blutspende dieses Jahres betrifft, hätte sich die Rotkreuzlerin allerdings noch ein paar Helden mehr gewünscht. Die ersten Stunden verliefen recht schleppend. Das konnte dann auch der zwischenzeitliche Andrang am frühen Abend nicht mehr wettmachen. „Wir sind aber insgesamt zufrieden. Auch der Ablauf war reibungslos“, bilanzierte Brandt und wies gleich auf den nächsten Termin am 27. Januar hin.

Die Heldentaten wurden mit einem reichhaltigen Imbiss belohnt. Da langte auch Andreas Demin gerne zu. Als Dankeschön erhielt der Erstspender einen Kaffeebecher. „Genauso etwas fehlt mir“, freute er sich. Einen kurzen Moment später verschlug es ihm dann aber die Sprache, als Margret Preuß neben ihm Platz nahm und zum Staunen der Tischnachbarn durchblicken ließ, dass sie gerade ihre 110. Spende absolviert hatte. Sie könnte man wohl, um im Sprachgebrauch der Kampagne zu bleiben, als Superheld bezeichnen.

sp

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