Etwa 60.000 Euro Schaden bei nächtlichem Brand in Drentwede

Haus und Stall bleiben von Flammen verschont

Bei dem Brand in Drentwede wurde die Remise komplett zerstört. Der angrenzende Schweinestall und das Wohnhaus blieben von den Flammen verschont. - Foto: Speckmann

Drentwede - Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Drentwede brannte am Samstagabend aus bislang ungeklärter Ursache ein Holzhackschnitzel-Lager ab. Bei dem Löscheinsatz im Ortsteil Rüstingen waren etwa 70 Kameraden aus sechs Feuerwehren im Einsatz. Dank ihres Eingreifens konnte der Schaden in Grenzen gehalten und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindert werden.

„Das war kurz vor knapp. Fünf Minuten später wäre vom Hof wenig übrig geblieben“, bilanzierte Ortsbrandmeister Hans-Hermann Lange gestern Nachmittag. Nicht nur der Einsatzleiter zeigte sich erleichtert, dass durch das rechtzeitige Eingreifen Schlimmeres verhindert werden konnte. Auch der Hofbesitzer atmete trotz des entstandenen Sachschadens tief durch: „Das war Glück im Unglück.“

In der Tat war es einem glücklichen Umstand zu verdanken, dass der Brand nicht in einer betrieblichen Katastrophe endete. Der Landwirt hatte am Samstagabend seinen routinemäßigen Kontrollgang über den Hof gemacht. Beim Blick in das Hackschnitzel-Lager sah er plötzlich einen hellen Schein. „Das Feuer muss gerade ausgebrochen sein“, meinte der Drentweder. Seine Familienangehörigen setzten sofort einen Notruf ab.

Die ersten Einsatzkräfte aus Drentwede trafen wenige Minuten nach dem Sirenenalarm gegen 22 Uhr auf dem Hof ein. Schon auf der Anfahrt hatte Einsatzleiter Lange Unterstützung angefordert. Vor Ort waren die Nachbarwehren aus Barnstorf, Aldorf, Bockstedt und Wohlstreck sowie die Löschgruppe aus Marhorst. Eydelstedt befand sich in Bereitschaft, brauchte aber nicht mehr auszurücken.

Die ersten Kräfte begannen sofort mit einer Riegelstellung, um den angrenzenden Schweinestall und das Wohnhaus zu sichern. Aufgrund des enormen Löschwassereinsatzes wurde von zwei Hydranten eine Wasserversorgung aufgebaut. Nach Angaben der Feuerwehr verlegten die Einsatzkräfte etwa 1 000 Meter Schlauchleitung. 

Um die Hackschnitzel gründlich ablöschen zu können, wurden sie mit landwirtschaftlichem Gerät aus dem Unterstand transportiert und auf der Hoffläche ausgebreitet und abgekühlt. Ein Atemschutztrupp kontrollierte während der gesamten Einsatzzeit mit einer Wärmebildkamera den Dachbereich des Schweinestalles, um auszuschließen, dass das Feuer durch die Dachkonstruktion übergreift. Stallung und Wohnhaus blieben verschont. 

Die Remise und etwa 100 Kubikmeter Holzhackschnitzel wurden vernichtet. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf rund 60.000 Euro. Der Einsatz war gegen 2 Uhr in der Nacht beendet. - sp

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