Sommercamp der mobilen Jugendarbeit in Barnstorf

Die Floßfahrten haben viele begeistert

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Schlummernde Talente geweckt: Einige Jugendliche haben beim Sommercamp in Barnstorf das Jonglieren, Balancieren und Stelzenlaufen wiederentdeckt. 

Barnstorf - Von Gerhard Scheland. „Interessant, abwechslungsreich, aber auch ein bisschen anstrengend“ war das achttägige Lagerleben für den 13-jährigen Ole Hellström aus der Hansestadt Uelzen, der ein Jahr ältere Malang Ksiazyk aus dem Landkreis Harburg fand das Angebot des Sommercamps „spannend und cool“, der 16-jährige Mirco Möller aus Barnstorf lobte das „von Anfang bis Ende abwechslungsreiche Angebot an Spaß, Spiel und Abenteuer“.

Mikka Teich (12) und Julia Axmann (14) aus der Samtgemeinde Mittelweser werden sich noch lange an „die vielen tollen Attraktionen zum Zuschauen und Mitmachen“ erinnern, und der 13-jährige Malte Wessels aus Gr. Ringmar bei Bassum hat „neue Freunde gefunden und bei sich selbst schlummernde Talente wiederentdeckt“.

Mirco Möller lobt die vielfalt mit Spßa, Spiel und Abenteuer.

Die Begeisterung der sechs Kids war am Samstagabend grenzenlos. Und auch ein bisschen Wehmut war zu hören. Das Sextett zählt zu insgesamt 66 Jugendlichen, die am 19. Sommercamp der mobilen Jugendarbeit teilgenommen haben. Vor Wochenfrist hatten die Jungen und Mädchen aus der Hansestadt Uelzen, den Landkreisen Diepholz und Harburg, aus der Samtgemeinde Mittelweser, aus Hoya und aus Barnstorf auf dem von Wilhelm Kleine bewirtschafteten Areal der Samtgemeinde hinter der Sporthalle des MTV Barnstorf ihre Zelte aufgebaut und gestern in der Mittagszeit wieder abgebrochen.

Dazwischen lagen für Gastgeber und Gäste ereignisreiche Tage mit einer ganzen Reihe von Highlights. Melissa Mümmler (Landkreis Diepholz), Manfred Lampe (Samtgemeinde Mittelweser), Cedrik Kasten (Jugendzentrum Barnstorf) und Sarhad Arab („Contexxxx“ Hoya) hatten ihr beeindruckendstes Erlebnis schon in der ersten Lager-Hälfte: Durch Losglück wurde dem Quartett die Möglichkeit geboten, das Sommercamp aus der Vogelperspektive zu sehen.

Ole Hellström: „Interessant aber auch ein bisschen anstrengend“

Die vier Jugendlichen starteten früh morgens bei sommerlichen Temperaturen und herrlicher Sicht vom Sportplatz am Sundering aus zu einer gut einstündigen Ballonfahrt mit dem Wintershall-Piloten Klaus Sarinski. Mit dabei war auch Bianca Keller von der Lagerleitung. „Die vier Jugendlichen waren nach der Landung in Barver geradezu überwältigt und sprachlos“, resümierte die Erzieherin aus dem Jugendzentrum Barnstorf, „auch vom anschließenden Ritual mit Feuer, Erde und Wasser, das alle Teilnehmer einer Jungfernfahrt über sich ergehen lassen müssen.“ Keller freute sich ebenso über die vom Piloten vergebene Taufurkunde wie die vier Jugendlichen.

Andere Camp-Teilnehmer waren insbesondere von den Floßfahrten auf der Hunte zwischen Kanuanleger und dem Aldorfer Stau begeistert. „Zu Beginn haben wir den Huntepiraten geholfen, die Flöße zu bauen und die dann zu Wasser gelassen. Das war Spaß pur, zumal wir während der Fahrt auch ins Wasser springen durften, wenn wir wollten“, war der Barnstorfer Mirco Möller noch am Samstagabend hellauf begeistert. Und ein wenig aufgeregt war er auch: Bis zur Vollendung seines 16. Lebensjahres waren es nur noch vier Stunden…

Weil während des letzten gemeinsamen Abendessens am Samstag dunkle Wolken Regen ankündigten, wandelten Jörg Brand und Bianca Keller die abschließenden Höhepunkte des Camps spontan von Open-Air- in Indoor-Acts um. „Das Bänd“, musikalisches Quartett des Barnstorfer Jugendzentrums, rockte nach Einbruch der Dunkelheit das Gemeindehaus und begeisterte die jungen Zuhörer.

Malte Wessels hat neue Freunde gefunden. - Fotos: Scheland

Zuvor gab es schon lauten Jubel in den Reihen des Gästeteams aus der Hansestadt Uelzen: Die Mannschaft aus der Lüneburger Heide hatte während der Woche beim „Sports´nFun“-Turnier, einer Mischung aus sportlichen Wettbewerben und Denkaufgaben, am besten gepunktet und sich damit den bereitstehenden „Super-Cup“, einen mit Süßigkeiten gefüllten Wanderpokal, gesichert. Knapp dahinter landete das Team der Barnstorfer Gastgeber auf Rang zwei vor dem Landkreis Diepholz, der Samtgemeinde Mittelweser, dem Landkreis Harburg und Hoya.

Ein Hauch von Abenteuer: Das gemeinsame Bauen von Flößen und anschließende Fahrten auf der Hunte. - Foto: Jugendzentrum

Positiv fiel auch das Resümee von Bianca Keller und Jörg Brand aus. „Wegen des anhaltend guten Wetters und einiger Kennenlern-Spiele zum Auftakt waren die Jugendlichen eigentlich schon am Abend des Anreisetages im Camp angekommen. Die gute Stimmung und Laune hat sich bis heute durchgezogen. Daran hat auch ein kurzer Regenschauer am Donnerstag nichts geändert. Lediglich kleine organisatorische Änderungen waren deswegen nötig“, blickte das Campleiter-Duo am Samstagabend zufrieden und ein bisschen geschafft auf das achttägige Lagerleben zurück. Bei den Jugendlichen gab es gestern Mittag herzliche Umarmungen und vielfach das gegenseitige Versprechen, sich im kommenden Jahr beim 20. Sommercamp der mobilen Jugendarbeit wiederzusehen – „wann und wo immer es denn auch stattfindet.“

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