Fenster wecken die Neugier

„Lebendiger Adventskalender“ bietet Momente der Ruhe in stressiger Zeit

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Öffnen probeweise die Fenster des katholischen Pfarrhauses am Rosengarten: Gemeindereferentin Doris Rattay und Pastor Torben Schröder. Ob es bei den anderen Gastgebern der Aktion auch Nüsse gibt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. In den vergangenen Jahren waren es der Heilige Nikolaus und die Heilige Barbara, die die Fenster des katholischen Pfarrhauses in Barnstorf zierten. Aber welcher Heilige wird dieses Mal zum Vorschein kommen, wenn die Hausherren die Rolläden nach oben ziehen? Das Geheimnis wird am 13. Dezember gelüftet. Dann dient das Domizil am Rosengarten als Schauplatz für den „Lebendigen Adventskalender“.

Bereits zum dritten Mal starten die evangelisch-lutherische und die katholische Kirchengemeinde in Barnstorf eine Aktion in der Adventszeit. Ab dem 1. Dezember öffnet sich jeden Abend ab 18 Uhr bei wechselnden Gastgebern in Barnstorf und Umgebung ein festlich geschmücktes Fenster. Dort können sich Menschen aller Konfessionen versammeln und gemeinsam eine halbe Stunde inne halten.

„Wir möchten im Advent, der oft durch Stress bestimmt ist, einen ruhigen Moment schaffen. Wenn uns das gelingt, dann ist viel erreicht“, sagt Pastor Torben Schröder, der sich gemeinsam mit Gemeindereferentin Doris Rattay für die ökumenische Aktion stark macht. Sie hoffen in den Wochen bis zum Weihnachtsfest auf viele Begegnungen. Die Menschen könnten in Kontakt kommen und sich kennen lernen.

Der Ablauf hat sich bewährt und ist an jedem Abend gleich. Ein immer wiederkehrendes Gebet, ein Lied und ein Adventssegen gehören zum festen Ritual bei den abendlichen Treffen. Den feinen Unterschied machen die Gestaltung der jeweiligen Fenster und ein kurzer Beitrag in Form einer Geschichte aus. „Das ist Aufgabe der gastgebenden Familien“, erläutert Rattay. Ihre Bitte: Da neben Gebäck auch heiße Getränke angeboten werden, sollten die Gäste eine Tasse mitbringen.

Immer wieder spannend

Das Interesse ranke sich um die Fenster. Es sei immer wieder spannend, wenn das Geheimnis vor der Gästeschar gelüftet werde, schildert Pastor Schröder seine Erfahrungen aus den beiden Vorjahren. Die Individualität bei der Gestaltung zeuge auch von der Unterschiedlichkeit der Menschen. Die Aktion könne den beiden Gemeinden nur gut tun. Sie stelle auch das Verbindende heraus.

Die Organisatoren freuen sich, dass sich die Menschen darauf einlassen und auch bereit sind, die Gastgeberrolle zu übernehmen. Manche haben in den vergangenen Jahren schon mal geschnuppert und öffnen nun selbst ihr Fenster. Gleich ein Dutzend Adressen stehen erstmals auf der Liste, darunter das Meyer-Köster-Haus am Roggenberg, wo der Heimatverein Samtgemeinde Barnstorf zuhause ist. Die Reise endet dann beim Keunecke-Haus an der Kirchstraße. An Heiligabend sind es schließlich die Kirchen selbst, die zu ihren Gottesdiensten die Türen ganz weit öffnen.

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