Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“ will Betreuungsangebot erweitern

Aufstockung auf 30 Plätze

Einrichtungsleiterin Randa El-Haje (r.), hier mit Kollegin Tina Kösters und Kindern in der Leseecke, sieht in den Erweiterungsplänen eine wichtige Grundlage für die Zukunft. - Foto: Speckmann

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Die Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“ in Barnstorf will ihr Angebot ausweiten. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage sollen im Sommer nächsten Jahres zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten in der Einrichtung an der Bahn geschaffen werden. Ziel ist es, zwei altersübergreifende Gruppen mit insgesamt 30 Plätzen vorzuhalten. Auch in baulicher Hinsicht stehen Veränderungen bevor. Unzulänglichkeiten im Sanitärbereich sollen der Vergangenheit angehören.

„Die Sanierungsarbeiten sind die Grundlage für die Gruppenerweiterung. Wir sehen uns mit der Erweiterung gut aufgestellt und hoffen, dass damit die bestehenden Arbeitsplätze abgesichert werden und die neue Gruppe auch neue Arbeitsplätze ermöglicht“, erklärt Einrichtungsleiterin Randa El-Haje. Sie und ihre drei Kolleginnen sowie Vorstand und Elternvertreter freuen sich über das Beratungsergebnis im Kinder-, Jugend-, Sozial- und Schulausschuss, der sich in seiner jüngsten Sitzung mit einem Antrag der Kindertagesstätte befasst hat.

Unter dem Dach des Vereins zur Förderung ganzheitlicher Bildung (VGB) wird zurzeit eine altersübergreifende Gruppe für Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren angeboten. Sie umfasst 15 Plätze. Dazu gibt es zwei Spielkreise mit jeweils zehn Plätzen, die an jeweils zwei Vormittagen angeboten werden. Aufgrund des gestiegenen Bedarfs haben einige Eltern ihre Kinder bereits in beiden Spielkreisen angemeldet und somit vier Vormittage abgedeckt. Doch das genügt in vielen Fällen nicht. Der Ruf nach einem fünften Betreuungstag wird laut.

„Da die Nachfrage nach weiteren Betreuungszeiten in diesem Jahr wieder sehr stark war, möchten wir unser Angebot von den Spielgruppen zu einer altersübergreifenden Gruppe verändern“, erläutert Elternvertreter Carsten Lehmann in dem Antrag an die Samtgemeinde Barnstorf. Ein fünfter Betreuungstag ließe sich aufgrund der aktuellen Betriebserlaubnis jedoch nicht realisieren. Über die Rechtslage haben sich die Verantwortlichen in einem Gespräch mit dem Niedersächsischen Landesjugendamt informiert. Die zuständige Mitarbeiterin soll bei einem Ortstermin in Barnstorf noch auf einen weiteren wesentlichen Punkt hingewiesen haben. Dieser betrifft die sanitären Anlagen, die im Zuge einer zweiten altersübergreifenden Gruppe erweitert und modernisiert werden müssen, um die Betriebserlaubnis aufrecht erhalten zu können.

Nach Angaben des Elternbeirates schlägt die kindgerechte Anpassung von Toiletten, Waschbecken und Wickeltisch mit etwa 14 000 Euro zu Buche. Durch ehrenamtliches Engagement aus den Reihen der Kindertagesstätte könnte sich dieser Betrag auf 12 000 Euro reduzieren. Die Förderung wird im Kinder-, Jugend-, Sozial- und Schulausschuss einmütig begrüßt. Bis zur endgültigen Entscheidung im Samtgemeindeausschuss sollen aber noch Kostenvoranschläge eingeholt werden.

Sofern die Politik grünes Licht gibt, könnten ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 zwei Gruppen mit jeweils 20 Betreuungsstunden angeboten werden. Für die „Stolche“ wäre dieser Schritt in der Tat eine Investition in die Zukunft, zumal der VGB als Vermieter angekündigt hat, die Betriebsräume auch in den kommenden zehn Jahren zur Verfügung zu stellen. Die Ursprünge der Einrichtung gehen übrigens bis ins Jahr 1985 zurück. Damals ist eine Kindergruppe als freie Elterninitiative ins Leben gerufen worden. Seit 2008 liegt die offizielle Betriebserlaubnis als Kindertagesstätte vor.

„Wir wünschen uns weiterhin die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde, den anderen Zuschussgebern und natürlich mit den Eltern“, betont El-Haje. Die Unterstützung der Eltern sei für die Arbeit weiterhin sehr wichtig. Ohne diese Mithilfe wären viele Aktionen und auch die Öffentlichkeitsarbeit gar nicht möglich.

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