13. Auflage der Veranstaltung begeistert über 500 Läufer trotz widrigen Wetters

Für den Moormarathon aus Melbourne angereist

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Siegerehrung der Kinder nach ihren Moormarathon-Läufen.

Barnstorf/Goldenstedt - Von Sigrid Gebert-Fischer. Aus nah und fern sind die Teilnehmer dem Ruf des Moormarathons gefolgt und haben dem widrigen Wetter getrotzt – patschnass und mit ziemlich schlammigen Beinen, aber glücklich und zufrieden. Die Stimmung hätte besser nicht sein können und bei optimalen 16 Grad starteten am gestrigen Sonntag pünktlich um 9 Uhr als erstes die „Marathonis“ mit ihrer Strecke von 42 Kilometern. Zeitgleich ging es auch für die Walker und Wanderer los, die 18 Kilometer zu bewältigen hatten.

Es wurde ihnen viel abverlangt, denn das Wetter wechselte gegen 11 Uhr vom Regen zum Wolkenbruch und dazwischen sorgten ein paar Gewitter bei den Zuschauern zu manch einem sorgenvollen Blick nach oben. Die Läufer aber hatten ihren Spaß und patschten tapfer in die Pfützen.

„Es ist eine sehr gute Veranstaltung, auch wenn es heute sehr matschig war und man aufpassen musste, nicht auszuglitschen“, merkte Bernhard Lambers aus Barnstorf an, der den Neun-Kilometer-Lauf absolviert hatte.

Sein Sohn Marc, der sich dem Halbmarathon gestellt hatte, ergänzte: „Die Natur hier zu erleben, macht einfach Spaß und wir haben es trotz des Wetters einfach genossen“.

Mit dabei war auch der 77-jährige Jürgen Kuhlmey aus Oldenburg, der gestern seinen siebten Marathon innerhalb von sieben Tagen in sieben Kontinenten absolvierte. „Ich war entweder in der Luft oder in bin gelaufen“, erklärte der Doktor der Chemie. Von Australien ging es über Asien und Afrika nach Nordamerika. Anschließend standen noch Südamerika und die Antarktis auf dem Programm. Und gestern Europa. Innerhalb von 30 Jahren hat der Rentner gestern seinen 525. Lauf absolviert.

Aber er ist nicht der einzige, der einen weiten Weg in Kauf genommen hat. Read-Smith Fenton kam für den Moormarathon extra aus Melbourne angereist. Noch vor vier Jahren sei er ziemlich „fat“ gewesen und hätte deshalb nicht laufen können. Jetzt aber würde er spätestens alle drei Monate einen Marathon laufen und der nächste sei bereits für Berlin geplant.

Rekorde konnten bei den widrigen Wetterverhältnissen natürlich nicht gebrochen werden und so brauchte der Sieger Andree Ferneding vom Team „Laufrausch“ eine Zeit von 3:19:44.

Um 9.30 Uhr wurde es für die Bambinis ernst. Bewältigt werden musste eine Laufstrecke von 500 Metern. Trotz der Ermahnung des Moderators Bernhard Keller vom MTV Barnstorf, es langsam angehen zu lassen und keinen Sturz zu riskieren, tobten die Kleinen beim Startschuss los.

Anschließend war der Schülerstart mit 1000 und 3000 Metern. Hier konnte sich Julien Penbert von der Grundschule Barnstorf im 1000-Meter-Lauf den dritten Platz sichern.

Etwas verspätet gegen 11.30 Uhr starteten die „Halbmarathonis“ ihre 21-Kilometer-Strecke und kurz darauf die Moorläufer mit neun Kilometern.

Die Idee zum Moormarathon hatten vor 13 Jahren die beiden Bürgermeister Jürgen Lübbers (Barnstorf) und Willibald Meyer (Goldenstedt), nicht ahnend, welch hoher Stellenwert der Lauf einmal haben würde.

An der Organisation des Moormarathons mit insgesamt 500 Läufern beteiligt waren wie immer die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) Goldenstedt sowie der Förderverein Goldenstedter Moor, die Gemeinde Goldenstedt, die Samtgemeinde Barnstorf, die Freiwillige Feuerwehr Goldenstedt und die Sportvereine TuS Frisia, MTV Barnstorf und TSV Drebber.

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