A-Cappella-Ensemble „Female Affairs“ im ausverkauften Rathaussaal

Fünf Stimmen und „Beatbox“ Pete begeistern in Barnstorf

Pete „the Beatbox“ – in der zweiten Show-Hälfte im schicken Anzug – bewies auch im Sitzen bei dem Auftritt von „Female Affairs“ im Barnstorfer Rathaus ein sicheres Taktgefühl.
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Pete „the Beatbox“ – in der zweiten Show-Hälfte im schicken Anzug – bewies auch im Sitzen bei dem Auftritt von „Female Affairs“ im Barnstorfer Rathaus ein sicheres Taktgefühl.

Barnstorf - Von Luka Spahr. Wer dachte, er könne am Samstagabend einfach ins Barnstorfer Rathaus fahren und sich berieseln lassen, der hatte sich geirrt. Das vom Barnstorfer „Treffpunkt Kultur“ veranstaltete Neujahrskonzert des A-Cappella-Ensembles „Female Affairs“ war eine Mitmach-Show der ganz besonderen Art.

„Obwohl man nicht viel sieht, möchten wir euch dennoch jetzt alle zum Mitsingen auffordern“, erklärten die fünf Sängerinnen aus dem Raum Melle/Osnabrück.

Die 120 Zuschauer der bereits im Vorfeld ausverkauften Veranstaltung kamen dieser Bitte gerne nach. Sie waren begeistert, wie ohne Instrumente so eine gute Musik entstehen kann.

„Hervorragend!“, waren sich Angela Klein und Frauke Brüning aus Barnstorf schnell einig. Sie hatten „Female Affairs“, damals noch in einer anderen Besetzung, vor zwei Jahren schon einmal im Barnstorfer Rathaus gesehen. Jetzt, zwei Jahre später, erwarteten sie viele neue Lieder und ein ausgefeiltes Programm. Die Band sei „musikalisch überzeugend und habe einen guten Rhythmus“, so die beiden A-Cappella-Begeisterten. Dies sei ein „sehr gelungenen Auftakt für das neue Jahr“.

Auch Kirsten Kettler aus Drebber war am Samstagabend nach Barnstorf gekommen, um „Female Affairs“ noch einmal live zu erleben. Vor einigen Jahren sah sie die Musiker schon mal in Diepholz. Eines war ihr jedoch diesmal besonders aufgefallen: „Pete spielt eine tragende Rolle“.

„Pete the Beatbox“ gehört neben Britta zu den Neueinsteigern der Gruppe. Zusammen mit Renate, Ute, Jördies, Almut und Britta geht er jetzt auch auf eine kleine Tour durch Norddeutschland.

Im neuen Programm „Höchste Zeit“ fand er schnell seinen Platz. Der Guiness-World-Record-Träger für den mit 25,5 Stunden längsten Beatbox-Marathon der Welt zeigte in mehreren Solo-Parts sein Können. Beim Beatboxen werden mit dem Mund, der Nase und dem Rachen Schlagzeugrythmen beziehungsweise Computerbeats imitiert.

Nach der Halbzeit klatschte das Publikum bereits begeistert, als Pete einen Teil in einem Lied mit seinen unglaublich echt klingenden Beats unterlegte. Als schließlich die fünf Sängerinnen von der Bühne gingen, startete Pete seine große Show. Seine Frau Silke war mit ihrem Sohn extra aus Hannover angereist, um das große Debüt ihres Mannes zu sehen.

In einem mehrere Minuten andauernden Solo zeigte Neuzugang Pete, dass er nicht nur Schlagzeug und Percussion-Instrumente perfekt imitieren kann, sondern auch viele Alltagsgeräusche.

Nicht nur Petes Showeinlage führte zu einer tollen Stimmung im Barnstorfer Rathaus. Auch die vielen eigenen, oder oft auch abgeänderten Original-Songs von „Female Affairs“ führten zu vielen Lachern. Kurze Sketche und Monologe taten ihr Übriges.

Sei es beim Liebeslied der etwas anderen Art „Ich“, im Cover von „Raining Man“, das nun „Es regnet Männer“ heißt, oder in einer kurzen Erklärung, warum drei Tage mutig sein gar nicht so leicht ist: Das Publikum war entzückt und die „Schoßtrommel“ gehörte zum festen Equipment vieler Konzertbesucher.

Das Fazit am Abend für viele: „Female Affairs“ machen Spaß. Das ist nicht nur ein normales A-Cappella-Ensemble. Wer die bucht, bekommt ein Show-Paket.

Alle, die sich nun darüber ärgern, das Konzert verpasst zu haben, können beruhigt sein. Die fünf Sängerinnen und Pete haben bereits einiges für 2016 geplant.

Neben dem Ausarbeiten vieler weiterer Stücke, sind auch Auftritte angesetzt. Wo „Female Affairs“ mit ihrem Programm „Höchste Zeit“ noch auftreten, ist in Kürze auf deren Website einsehbar.

Auch der Barnstorfer „Treffpunkt Kultur“ plant viele weitere Veranstaltungen für das neue Jahr. Am Samstag, 27. Februar, soll der Entertainer und Kabarettist Pago Balke im Meyer-Köster-Haus auftreten, erklärte Ricarda Runau vom Treffpunkt.

Bis dahin dürfte der Auftritt von diesem Samstagabend aber wohl noch Nachhallen in den Köpfen vieler Besucher.

Doch „Pete The Beatbox“ beruhigte die Zuschauer am Ende: „Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage“.

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