Zehnte Auflage des Festivals „Feuerspuren“

„Es wird heiß“ in Gröpelingen

Das Erzählfestival „Feuerspuren“ in Gröpelingen soll eine „heiße Veranstaltung“ werden. - Foto: Hoppens

Bremen - Von Martin Kowalewski. Das „Feuerspuren“-Erzählfestival in Gröpelingen geht am Wochenende in seine zehnte Auflage. Diese Ausgabe des Festivals soll eine besondere werden. Das Motto „Es wird heiß“ lässt einiges erwarten. Ein Publikumserfolg scheint sich schon anzubahnen. Die „Lange Nacht des Erzählens“ am Sonnabend ist bereits ausverkauft. Dort sprechen die Profis unter den Erzählern. Aber diese sind auch am Sonntag an den vielen Erzählstationen entlang der Lindenhofstraße zu hören, wo ein „internationales Line-Up“ von etwa 100  Erzählern auftreten wird.

Das etwas anders ist, zeigt schon der Programm-Flyer. Auf ihm sind ausschließlich Gesichter von jungen Menschen aus Gröpelingen zu sehen. Und das passt auch zum Motto. „Heiß ist unsere Veranstaltung. Zu ihr gehören auch Tanzdarbietungen. Die jungen Leute sind auch unsere Zukunft, die ja aufgrund des Klimawandels auch heiß wird“, sagt Christiane Gartner, Geschäftsführerin des Vereins „Kultur vor Ort“, der das Festival zusammen mit dem Bürgerhaus Oslebshausen veranstaltet. „Aber auch, was in Europa und der Welt geschieht, ist ein heißes Thema, etwa der ,Brexit‘ oder dass Rumänien überlegt, nun doch Flüchtlinge zu integrieren. Heiß sind auch Geschichten darüber, wie man in Gröpelingen versucht hat, Abschiebungen zu verhindern.“ Dem Klimawandel soll sich etwa Raymond den Boestert annehmen. Er ist Leiter der niederländischen „Vertelacademie“, lehrt die Kunst des Erzählens und macht sich in seiner Erzählung sogar eigene Gedanken zu Löchern in Deichen. Martin Ellrodt kommt aus Süddeutschland, lebt jetzt in Pilsen (Tschechien). „Er beschreibt, wie es ist, in einer fremden Kultur zu leben“, sagt Gartner.

Bei allen Auftritten sprechen die Erzähler frei. So wird jede einzelne Aufführung zu einem Unikat. Los geht es in der Lindenhofstraße ab 14.30 Uhr. Einzelhändler, Cafés und Dienstleister öffnen ihre Läden für die Erzähler und Zuhörer. In der Stadtbibliothek wird zudem ein Geburtstagscafé eingerichtet. Dort sollen die Leute sich treffen, um über die zehn Jahre „Feuerspuren“ zu schnacken. „Auf der Straße wird viel los sein. Es gibt Geschichten unterm Regenschirm oder auch aus dem Bauchladen. Auch Feuershows und Lichtobjekte sind zu sehen“, sagt Gartner. Um 18 Uhr formiert sich ein Lichterumzug am Bibliotheksplatz. Es geht Richtung Weserpromenade. Dort endet das Festival um 18.30 Uhr mit einem Feuerwerk.

Am Sonntag öffnen zudem die Einzelhändler in Gröpelingen und damit im Einkaufszentrum „Waterfront“ am Weserufer von 13 bis 18  Uhr ihre Ladentüren.

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