Das 37. Vegesacker Hafenfest lockt wieder etwa 100.000 Besucher an die „Maritime Meile“

„Wie ein großes Klassentreffen“

Die Hamburger Band „Atomic Playboys“ rockte mit Top-40-Hits von gestern bis heute die Bühne am Hafenwald. - Foto: Friedrichs

Bremen - Von Doris Friedrichs. Wenn am ersten Juni-Wochenende traditionell das Vegesacker Hafenfest gefeiert wird, scheint sich ganz Bremen-Nord und Umgebung auf den Weg zwischen „Museumshaven“ und „Maritime Meile“ zu machen – dorthin also, wo in diesem Jahr bereits zum 37. Mal die Musik spielte.

16 Bands waren angereist, um den Besuchern im besten Sinne Beine zu machen. Und einmal mehr folgten dem Lockruf des Hafenfestes an den drei Festtagen etwa 100.000 Binnen- und Buten-Bremer.

Für die Nordbremerinnen Melanie Herrendorf und Janine Koch ist das Vegesacker Hafenfest Pflichtprogramm. „Das ist wie ein großes Klassentreffen und total familiär hier. Der Freitag und Sonnabend stehen bei uns immer im Terminkalender. Da muss man schon im Urlaub sein, um das ausfallen zu lassen“, waren sich die beiden Freundinnen einig. Auch für den Nordbremer Markus Krüger ist das Hafenfest Pflicht. „Ein sehr schöner Abend. Vorhin habe ich Mitschüler aus den ersten Klassen getroffen, die ich nach langer Zeit wiedergesehen habe. Man trifft auch viele andere Bekannte und könnte alle zwei Minuten jemanden abklatschen. Das ist einfach toll hier.“

Peter Zander vom Organisationsteam des Hafenfestes zeigte sich dementsprechend schon zum Auftakt am Freitagabend mit den Zuschauerströmen zufrieden. Menschen aller Generationen flanierten über den Vegesacker Festplatz.

Während es sich so manch einer der Senioren bei einem Schoppen Wein gut gehen ließ, schienen die Jüngeren unter anderem Cocktails und Co. zu bevorzugen. Für jedes Alter und jeden Geschmack war auch das Musikprogramm zusammengestellt, das auf vier Bühnen das Publikum lockte – von Rock bis Pop, von Blues bis Schlager, von Shanty- bis zu Gospel-Klängen.

Zu denen, die die Bühne auf dem Kito-Platz rockten, gehörte unter anderem die Bremer Band „V8“. Kaum einer, der nicht mitwippte oder mittanzte zu Krachern wie Billy Idols „White Wedding“ und „Golden Earrings“ „Radar Love“. Dabei reichte es schon, wenn DJ „Party-Andree“ auf der großen Hafenwald-Bühne Lieder wie „Volare“ anstimmte, um das Publikum zum Mitsingen zu animieren.

Es ging aber durchaus auch maritim zu. Die Bremer Band „Centerfield“ schunkelte sich mit ihrem vor der Bühne radelnden Kapitän mit „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ in die Herzen der Besucher.

Die Resonanz der Besucher und Bands, so Peter Zander abschließend, sei sehr gut gewesen. „Alle waren begeistert. Es war rappelvoll und eine Riesenstimmung.“

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