Rathaus: Dachsanierung steht vor dem Abschluss

Mit Wetterfahne, Schmuckleiste und Blitzschutz

Auf die Spitze getrieben – beim Rathausdach wird jetzt schon ganz weit oben gearbeitet. Die Sanierung steht kurz vor dem Abschluss. - Foto: Kuzaj

Bremen - Die Patina verschwindet – dafür wird das Dach dicht. Im April hatte die Dachsanierung am Alten Rathaus begonnen. Jetzt stehen die Arbeiten kurz vor dem Abschluss. Nach und nach – und damit rechtzeitig vor der Freimarktszeit im Oktober – verschwindet jetzt das 18 Meter hohe Gerüst. Zum Freimarkt heißt es dann wieder: „Freier Blick aufs Weltkulturerbe!“

Auf der zum Dom gelegenen Seite des Gebäudes ist der Blick auf die Fassade mittlerweile wieder frei, auch der rechte Balkon des Rathauses ist bereits geräumt. Gegenwärtig erledigen die Bauklempner, die das etwa 1.300 Quadratmeter große Dach in den vergangenen Wochen mit den „Scharen“ genannten Kupferplatten neu eingedeckt haben, letzte Restarbeiten an der zum Schoppensteel gelegenen Westseite (also: zwischen Rathaus und Liebfrauenkirche).

„Dies betrifft unter anderem die Wetterfahne sowie die kunstvolle Schmuckleiste auf dem First“, hieß es in der Senatskanzlei. „Zwischenzeitlich ist neben kleineren Fassadenarbeiten die Blitzschutzanlage wieder komplett montiert worden.“ Die Projektleitung bei der Gesellschaft Immobilien Bremen rechnet damit, dass das Dach innerhalb der nächsten Woche komplett fertig sein wird.

Dann wird auch das Gerüst an der Westfassade abgebaut. Danach werden die Materiallager geräumt und die Bauzäune entfernt. Ende September soll die Baustelle vollständig aufgelöst sein, heißt es.

Wenn alles so kommt, liegt die Maßnahme punktgenau im Zeitplan – böse Überraschungen während der Bauphase blieben aus. Insgesamt wurden etwa sechs Tonnen Kupferblech verbaut. Parallel dazu führten Zimmerleute Reparaturen am historischen Dachstuhl und Steinmetzen kleinere Sanierungsarbeiten an der Fassade aus. Zudem wurden zusätzliche Elektro- und Brandschutzanlagen installiert – in Abstimmung mit dem Denkmalpfleger, wie im Rathaus betont wird.

Die Kosten für die Dachsanierung belaufen sich auf insgesamt 1,1 Millionen Euro. Davon stammen 700.000 Euro aus Fördermitteln von Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Bis die vertraute grüne Patina wieder auf dem Kupferdach zu sehen ist, dürften etwa 20 Jahre vergehen. Das Dach war zuletzt um 1925 neu eingedeckt worden. Seit längerer Zeit schon regnete es durch.

kuz

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