Bei „Bremer Pferdetagen“ fehlen die Zuschauer 

Große Show, kaum Resonanz

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Pferd „Dandy“ im „Stierkampf“ mit seinem spanischen Reiter Javier Garcia. 

Bremen - Von Martin Kowalewski. Die Besucher blieben den „Bremer Pferdetagen“ fern. Das ist schade, denn es sind beeindruckendes Showtruppen auf die Galopprennbahn gekommen, darunter Profis aus Spanien. Neben spannenden Darbietungen gab es ein breites Begleitprogramm. Die „Riders Party“ am Sonnabend entfiel mangels Besuchern. Auch der Sonntag blieb überschaubar.

Der Einmarsch der Showgruppen war märchenhaft, barock und westernartig zugleich. 

Es musste improvisiert werden, weil viele Ensembles bereits abgereist waren. Die Veranstalter überließen es den anwesenden Sanitätskräften, sich gegenüber unserer Redaktion zu äußern. Das bunte Programm kann nicht die Ursache hierfür sein. Bereits die „Gala-Nacht der Reiter“ am Freitag hatte ohne jeden Zweifel alles, was ein Reiterherz höher schlagen lässt. Und die mehreren Dutzend Zuschauer waren begeistert. Farbenpracht entfaltete bereits der große Einmarsch aller teilnehmenden Ensembles. Eine Indianerin, Westernreiter, edle Barockkostüme und auch Damen in eher märchenhaften Kostümen erweckten gemeinsame das Veranstaltungsfeld vor der Tribüne zum Leben.

Früher als ursprünglich geplant kam es zum Höhepunkt des Abends. Die „Majestic Horses“ zeigten Barockdressur vom Feinsten. Am Anfang: ein Stierkampf. Das Pferd „Dandy“ spielt den Stier überzeugend. Immer wieder stößt es vorwärts auf das rote Tuch zu, mit dem Javier Garcia es lockt. Schließlich wird ein Stich angedeutet und das Pferd mimt einen theatralischen Tod, um etwas später seinen Rück mit den Hinterbeinen aufzurichten. Reiter Garcia darf sich triumphierend auf den hinteren Rücken von „Dandy“ stellen.

Auch der zweite Auftritt von Garcia, der seine Ausbildung an der Spanischen Hofreitschule genossen hat, bringt das überschaubare Publikum zum Jubeln. Es gibt Barockdressur vom Feinsten. Das Pferd hebt die Vorderbeine an und stellt sich auf die Hinterbeine. Geradezu zierlich, aber ruhig und furchtlos wirkt Garcia. Danach legt sich „Dandy“ auf den Rücken und lässt seinen Reiter auf seinem Bauch sitzen. Dieser packt die Vorderbeine und legt sie über seine Schultern. In weiteren Dressur-Präsentationen zeigen die „Majestic Horses“, wie sensibel Pferde auf ihren Reiter reagieren können. Abruptes Stoppen und Beschleunigen sowie sehr schnelle Richtungsänderungen zeigen die enorme Flexibilität der Pferde.

Gala-Nacht der Reiter in Bremen

An dem Abend stimmt die Show, die Gäste sind begeistert, applaudieren und blicken gebannt auf das Geschehen. Regina Kupfer ist extra aus Hamburg angereist, nachdem Freunde ihr von der Veranstaltung erzählt haben. „Das alles ist beeindruckend. Besonders die ,Majestic Horses‘ sind ein Traum. Es wäre schön, wenn ein größeres Publikum das sehen könnte“, sagt sie. Das war das Problem der „Bremer Pferdetage“.

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