Ausstellung im „Citylab“

„Wem gehört die Luft?“

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Die Studenten Nele Dörschner (links) und Henning Schnaars (rechts, beide Hochschule) und Ilias Kyriazis (HfK) belegten mit ihrer Arbeit „Sound of Bremen“ den ersten Platz.

Bremen - Von Nina Seegers. Grüne Flächen auf den Dächern der Stadt, schwimmende Gärten auf der Weser und eine sinnvolle Nutzung von architektonischen Nischen – Ideen wie diese präsentieren bis zum 17. Juli täglich von 10 bis 18 Uhr Studenten der Hochschule für Künste (HfK) und der Hochschule Bremen in der Ausstellung „Interspace – wem gehört die Luft?“ im „Citylab“ (früherer Lloydhof).

Seit 2006 leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Dieser globale Trend beeinträchtigt nicht nur die Luftqualität in Städten, sondern fragt zum Beispiel auch danach, wie man den Luftraum als Bauraum nutzen kann. Design-Studenten der HfK und Architektur-Studenten der Hochschule haben das von ihren Professoren vorgegebene Thema „Luft“ als Ausgangspunkt für ihre Arbeiten genommen und miteinander in unterschiedlichen Gruppen interdisziplinär gearbeitet.

Herausgekommen sind insgesamt zehn spannende und orginelle Projekte, die die Studenten Freitagmittag einer fachkundigen Jury (Kai Stührenberg, Wirtschaftsförderung, Dr. Stefan Offenhäuser, Handelskammer, Christiane Weiss, City-Initiative, Robert Bücking, Grüne, Thomas Lecke-Lopatta und Peter Krämer, Bauressort) präsentierten.

Die Jury hat die Arbeiten gesichtet, bewertet und anschließend ausgezeichnet. Bücking zeigte sich begeistert von den Ideen und ihrer Umsetzung. Nur bei einigen Projekten empfahl er den Studenten, noch konkreter zu werden und noch einen Schritt weiterzudenken.

Den ersten Platz belegte die Arbeit „Sound of Bremen“. Fünf Studenten beider Hochschulen haben sich hierfür mit dem Klang der Stadt beschäftigt. „Luft ist ja schließlich auch ein Erzeuger von Schall“, so Preisträgerin Nele Dörschner und ergänzt: „Wir haben uns gefragt, inwieweit man Klänge der Stadt verbessern oder manipulieren kann.“ Über Kopfhörer kann der Ausstellungsbesucher hören, wie bestimmte Orte derzeit klingen und wie sie in Zukunft klingen könnten.

Den zweiten Platz machte die Arbeit „Fill in the gaps“. Die Studenten schlagen darin vor, Zwischenräume, sprich architektonische Nischen, visuell zu erobern und vorher unscheinbare Lufträume in einer stadtweiten Ausstellung mit künstlerischen Interventionen zu füllen. Statt eines dritten Platzes vergab die Jury einen zweiten zweiten Platz an das Projekt „Umzu“. Auch darin haben sich die Studenten mit Zwischenräumen beschäftigt, aber eben ganz anders: Sie präsentieren Fotografien sowie ein Video aus ungewöhnlichen Perspektiven von Gebäude-Nischen.

„Interspace“ ist ein jährlich wiederkehrendes Kooperationsprojekt der Hochschule und HfK, in dem sich die Studenten mit Fragestellungen und Phänomenen im Stadtraum auseinandersetzen. Initiatoren und Leiter von „Interspace“ sind Prof. Ulrike Mansfeld (Hochschule) sowie Prof. Detlef Rahe und Prof. Roland Lambrette (HfK).

„Die Studenten haben ja jeweils ganz andere Herangehensweisen, sich mit Ideen auseinanderzusetzen. Das macht die Zusammenarbeit ungeheuer spannend. Wir werden das Projekt deshalb weiter fortführen“, sagte Rahe.

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