Fachkonferenz „Windforce“ vom 7. bis 9. Juni in Bremen

Wege für die Zukunft

Informierten über die „Windforce“: Hans Gatzemeier (ELA Container Offshore, v.l.), Jens Eckhoff (Offshore Wind Messe und Veranstaltung), Umweltsenator Joachim Lohse und Andreas Wellbrock (WAB). - Foto: Koller

Bremen - Von Steffen Koller. Bremen wird zum zwölften Mal Austragungsort der Fachkonferenz „Wind-force“ sein. Von Dienstag, 7. Juni, bis Donnerstag, 9. Juni, treffen sich mehr als 350 Branchenvertreter im „BLG Forum“ in der Überseestadt, um das Thema Offshore-Windenergie in allen seinen Facetten zu besprechen. Besonders im Fokus stehen in diesem Jahr die politischen Rahmenbedingungen.

Aktueller hätte man den Termin nicht wählen können, erst heute treffen sich in Berlin Regierungsvertreter aller Bundesländer zur Ministerpräsidentenkonferenz. Thema ganz oben auf der Tagesordnung: das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG). Trifft sich heute also die politische Elite und will über das Thema diskutieren, folgt nächste Woche die „Windforce“ in Bremen mit etwa 60 Referenten, 52 Fachvorträgen und „geballter Fachkompetenz“, sagte Andreas Wellbrock, Geschäftsführer der Windenergieagentur (WAB), die die Konferenz organisiert. Schwerpunkt wie in den vergangenen Jahren bleibt die „Offshore“-Windenergieerzeugung, also Windparks, die im Küstenvorfeld der Meere errichtet werden.

Das Themenfeld erstreckt sich auf insgesamt zwölf Aspekte: Netzausbau, Häfen und Logistik stehen genauso auf dem Plan wie beispielsweise Diskussionen über Sicherheit, Geotechnik, Versicherung, Finanzierung, Kostensenkungen und technische Details zu Turbinen und Fundamenten. Außerdem soll zu einem Diskurs über das EEG sowie das Windenergie-auf-See-Gesetz angeregt werden, machte Wellbrock klar. Beginn ist am Dienstag, 7. Juni, um 14 Uhr. In den Folgetagen erwarten die Besucher jeweils anderthalb stündige Fachvorträge, sogenannte Sessions, zu den oben genannten Themen. Man wolle die Konferenz unter anderem nutzen, um neue Wege zu finden, um beispielsweise den angestrebten Netzausbau zu forcieren, „der leider nicht so gekommen ist, wie man sich das vorgestellt hat“, sagte Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne).

Er stellte ebenso die besondere Bedeutung für Bremen „und umzu“ heraus. „Für die Region ist dieses Thema besonders wichtig“, so Lohse. Wellbrock ergänzte, dass die Offshore-Branche deutschlandweit rund 150 000 Arbeitsplätze sichere und man in der Position sei, „Forderungen zu platzieren“. Um diese Forderungen genau auszuformulieren und alternative Denkansätze zu diskutieren, soll die „Windforce“ genutzt werden. Dazu haben die Organisatoren auch Vertreter von Branchengrößen wie Siemens, EnBW, RWE Innogy und Vestas eingeladen. Bei Exkursionen und in kleineren Gruppengesprächen soll es zudem die Möglichkeit zur Diskussion im kleinen Kreis geben.

Kurzentschlossene haben bis heute, Dienstag, Gelegenheit, sich online für die Konferenz anzumelden.

www.windforce.info

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