Starkregen dringt durch undichte Tür

Wasserschaden im Klinik-Neubau

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Starkregen hat im Klinikneubau an der Bismarckstraße einen hohen Schaden verursacht. Exakte Summen ließen sich noch nicht beziffern, heißt es.

Bremen - Ein Unwetter mit Starkregen hat Anfang Juni im Neubau des Klinikums Bremen-Mitte womöglich einen Millionenschaden verursacht (wir berichteten). Die Prüfungen laufen, detaillierte Angaben wollte der Bauleiter noch nicht machen. Laut Klinikholding Gesundheit Nord (Geno) handelt es sich um einen Versicherungsschaden.

Den Angaben zufolge standen am 6. Juni rund 2500   Quadratmeter im Neubau mehrere Zentimeter unter Wasser. Regenwasser war durch diverse Abwasserleitungen sowie eine undichte Tür in das Gebäude eingedrungen. „Das war ein ungewöhnliches Wetterereignis“, sagt Karen Matiszick, Sprecherin der Geno. Die Klinikholding spricht von einem Versicherungsschaden. „Der Neubau wird dadurch nicht teurer.“ Die Bauarbeiten laufen auch planmäßig weiter. Nur gibt es sozusagen Nebenbaustellen. So sei im Keller eine Trockenmaschine aufgebaut worden. Und im Erdgeschoss müsse eine komplett versiegelte Fläche eventuell wieder herausgerissen werden, um sicherzustellen, dass kein Schimmel entsteht. „Es dürfen keine Spuren von Sporen übrigbleiben“, so die Geno-Sprecherin. „Alles wird abgearbeitet.“ Und alles werde abgedichtet, um für potenzielle weitere Starkregenfälle gerüstet zu sein.

„Drohender Pilzbefall, Böden und Wände, die herausgerissen und neu gebaut werden müssen – mal wieder keine guten Nachrichten von der Großbaustelle“, sagt der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Rainer Bensch. Er rechnet mit weiteren Kostensteigerungen und Bauzeitverzögerungen. Die CDU-Fraktion fordert Aufklärung. Auf der August-Sitzung der Gesundheitsdeputation solle über entstandene Schäden am Neubau und deren Auswirkungen informiert werden.

Der Neubau verschlingt weit mehr Geld als ursprünglich geplant. Für den Teilersatzneubau auf dem Klinikareal an der Bismarckstraße wurden zunächst 230 Millionen Euro veranschlagt. Mittlerweile werden die Kosten auf 301  Millionen Euro beziffert. Auch wird der Bau viel später fertig, als beim Spatenstich im Mai 2011 geplant. Damals war von 2015 die Rede. Schon beim Richtfest im September 2013 waren die Kosten um 35 Millionen Euro gestiegen und die geplante Fertigstellung um ein Jahr nach hinten geschoben worden. Aktuell ist von 2018 die Rede.

Im Neubau soll es 18 Stationen für Erwachsene und vier für Kinder und Jugendliche mit alles in allem 750 Betten geben. Unter anderem soll ein Zentral-OP mit 16 verschiedenen Operationssälen entstehen. Geplant ist eine Nutzfläche von 49.000 Quadratmetern, was fünf Fußballfeldern entspricht. 

je

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