Das „Festival Maritim“ lockt Binnen- und Butenbremer nach Vegesack

„Das Wasser und die Schiffchen“

Die französisch-britische Band „Sur les Docks“ stürmte erst die Bühne – und eroberte dann das Publikum. Zum 18. Mal wurde in Vegesack das „Festival Maritim“ gefeiert. - Foto: Friedrichs

Bremen - Von Doris Friedrichs. Sonne, Wind und Wolken – bestes Wetter für ein Stelldichein der Stars der Seamusic. Mehr als 100.000 Besucher kamen einmal mehr zum internationalen „Festival Maritim“ nach Vegesack. 32 Bands aus sieben Ländern rockten einen ganzen Stadtteil – auf zehn Open-Air-Bühnen sowie in den Fußgängerzonen.

Buten- und Binnenbremer strömten an die „Maritime Meile“ zum „Wacken von der Weser“. Gottfried Proske ist Buten-Bremer – und von relativ weit her angereist. Er komme aus der Nähe der Stadt Zeitz in Sachsen-Anhalt, erzählte er in schönstem Sächsisch, und dass er einen Geburtstagsbesuch bei Verwandten jetzt schon im fünften Jahr mit einem Besuch der Veranstaltung verbinde. „Ich verlängere den Urlaub immer, weil ich das Festival so toll finde“, sagte Proske, der selbst Posaune spielt. Das sei zwar nicht gerade ein Instrument für maritime Klänge, aber die Musik, die Atmosphäre und das Flair des Festivals gefielen ihm sehr gut. „Und dann das Wasser und die Schiffchen. Heute ist ja mal ein großes da“, spielte der Sachse auf den Segler „Mercedes“ an, der in der Nähe der Signalstation entlang der „Maritimen Meile“ festgemacht hatte und für Törns gebucht werden konnte.

Für frischen Wind im musikalischen Angebot wollten Dieter Bailly und seine Kollegen vom Shanty-Chor Hiesfeld sorgen. Der Chor sei zum dritten Mal beim Festival vertreten, erzählte der Sänger. Ihn fasziniere die Atmosphäre, die Meile, die ganze Organisation. „Hut ab vor den Veranstaltern.“ Inzwischen hätten sich auch enge Kontakte zu anderen Chören und Bands entwickelt wie zur Band „Brasy“ aus Polen.

Danzig war diesmal Partnerstadt des Festivals, in dessen Rahmen auch die seit 40 Jahren währende Städtepartnerschaft zwischen Danzig und Bremen gefeiert wurde. Doch egal, wer Partnerstadt oder Partnerland der Veranstaltung ist, Besucher Mark Butgereit ist seit den Anfängen des Events dabei. „Ich habe noch kein Festival verpasst. Das ist schön maritim hier und hat eine tolle Atmosphäre mit der passenden Musik dazu.“ Ähnlich sieht es der Nordbremer Torsten Kropp. „Jedes Jahr wieder ein schönes Ereignis, bei dem man Leute trifft, die man lange nicht gesehen hat. Eine tolle Veranstaltung, die hoffentlich noch mindestens die 25. Ausgabe schafft. Was wäre Vegesack ohne das ,Festival Maritim‘. . .“

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