Neue Show „Lichtgestalten“

GOP: Mit viel Lux und Laser

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Die drei Diabolos von Benni M. waren mit Sensoren bestückt, die interaktiv die Lasershow steuern. Der Jongleur zählt zum Ensemble der neuen GOP-Show „Lichtgestalten“, die bis zum 4. September in Bremen zu sehen ist.

Bremen - Von Ulla Heyne. „Die technisch aufwendigste und eine der besten zehn Shows von mehreren Hundert in 15 Jahren“– die Erwartungen der Journalisten nach dem tiefen Griff in die Versprechungs-Kiste von Philipp Peiniger anlässlich der Premiere der neuen Show „Lichtgestalten“ im GOP-Varietétheater in der Überseestadt waren hoch. Für den Direktor des Varietétheaters schließt sich ein Kreis.

Das Quartett „Voltige in Perfection“ wurde vor neun Jahren Akrobatik-Weltmeister. 

Das Programm war das erste, das er 2012 zu seiner Amtseinführung in Hannover erlebte; damals, als Bremen noch nicht mal in Planung war. Nach zwei Jahren Spielzeit und zwei Jahren Pause wird das Programm um die Interaktion von Künstlern und Lichteffekten nun wieder aufgenommen – und toppt zunächst alle Erwartungen: Das Licht als verbindendes Element, keineswegs immer krawallig-bunt, sondern auch mal dezent – so machen die ersten Szenen Spaß. Etwa das Zusammenspiel von Sängerin Jenny Garcia und Conférencier Klaus Loch mit Kabelsalat, Kurzschluss, Licht und Dunkelheit. Ein starkes Bild, wenn der Stromstoß die Glühbirne im Mund des gesten- und ausdruckssstarken Pantomimen erleuchtet; und auch die anschließenden drei rotleuchtenden Diabolos, die Jongleur Benni M. kreisen lässt, glühen verheißungsvoll. Zur Einstimmung sind die Zuschauer bereits vor der Show von Nebelschwaden eingehüllt worden. Zwei Stunden mit viel Lux und Laser sollen folgen.

GOP-„Lichtgestalten“ in Bremen

Eine leise Nummer, die genaues Hinschauen erfordert, sind die Seifenblasen des Kaliforniers Tom Noddy. Ob in Ketten, als Rauchversion „Blase in der Blase“ oder gar viereckig: Zum Staunen, und nebenbei gibt’s unterhaltsames deutsch-englisches Geplänkel, bei dem sich Loch und Noddy die linguistischen Bälle zuspielen.

Überhaupt gerät die Show am spannendsten an ihren Schnittstellen – der Interaktion von Sängerin Jenny Garcia mit dem Jongleur, der Diabolo und Keulen gegen einen Bass eingetauscht hat oder beim großen Finale, als die Akrobaten von „Voltige in Perfection“ (VIP) tänzerisch eine liebenswert schwache Seite zeigen. Die sensationellen Wurfnummern der vier starken Männer aus der Ukraine werden durch eine atemberaubende Lasershow würdig in Szene gesetzt.

Leider wird die Trumpfkarte bombastischer Illumination im zweiten Teil einige Male zu oft bemüht; an sich stimmige Acts wie die des Duos „Ogor“ verfehlen zuweilen ihre Wirkung; streckenweise fehlte Regisseur Kurt Gminder dann doch die Erleuchtung, die die Lumenstärke nahelegt. Schade: Die Vielfalt der Möglichkeiten, mit Licht zu gestalten – sie wird an diesem Abend nur zum Teil ausgelotet. Wer jedoch gekommen war, um konventionelle klassische Artistik der Superlative zu bestaunen, der wurde bei den „Lichtgestalten“ nicht enttäuscht.

Die zweistündige Show ist im GOP-Varietétheater bis zum 4. September jeweils mittwochs bis sonntags zu sehen. Karten gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

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