„Union-Theater“ bringt neue Komödie heraus

Verwirrspiel um die Wahrheit

„Die Wahrheit“: Maren Schulz und Ansgar Matuschak in der neuen Komödie des „Union-Theaters“. - Foto: Union-Theater/Müller

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Jetzt kommt sie heraus, die Wahrheit. Oder? Vielleicht auch nicht. Was stimmt, was ist gelogen? Tja, wenn das mal so einfach wäre. Sicher ist nur: „Die Wahrheit“ kommt tatsächlich heraus, als Theaterstück nämlich. Das traditionsreiche „Union-Theater“ spielt die Komödie von Florian Zeller in den Räumen des Bremer Kriminaltheaters – auf dem Areal der Union-Brauerei an der Theodorstraße 13a in Walle also. Die Premiere beginnt morgen, Mittwoch, um 20 Uhr. Weitere Vorstellungen folgen dann en suite bis einschließlich Sonntag 6. November, 16 Uhr. In der Regie von Uwe Seidel spielen Eva Gätjen, Stefan Lüers, Ansgar Matuschak und Maren Schulz.

Worum geht es in Zellers „Wahrheit“? Das Stück handelt von den Vorteilen, die Wahrheit zu verschweigen und von den Nachteilen, sie zu sagen, wie Theatersprecherin Claudia Wolski formuliert. Inhalt: Eigentlich sind Michel und Paul beste Freunde. Doch hat Michel seit sechs Monaten eine Affäre mit Pauls Frau Alice.

Dabei verfolgt er – so eine Vorschau – „seine ganz eigene Philosophie, wenn es um die Wahrheit geht: Würden die Leute aufhören, sich zu belügen, gäbe es kein einziges Paar mehr auf Erden. Das wäre das Ende der Zivilisation.“ Mit diesem Argument jedenfalls will Michel Alice davon abhalten, ihrem Mann die Wahrheit über ihre Romanze zu sagen.

Denn Alice hat nicht nur Paul gegenüber ein schlechtes Gewissen. Auch Laurence, Michels Frau, wird schließlich betrogen. Die Wahrheit aber – so sieht es Michel – würde die Menschen nur zerstören. Deshalb bevorzugt er die Lüge, denn sie sei eine Tugend, weil sie es erlaube, das Leiden zu verhindern.

So weit, so klar. Dann aber beginnt das komödientypische, dialog- und tempobefeuerte Verwirrspiel. Denn Michel wird von seinen eigenen Lügen eingeholt und verliert die Orientierung. Was ist wahr, was nicht? Das scheint nun nicht mehr klar zu sein – zum Vergnügen des Publikums. Wolski: „Immer, wenn man glaubt, die Wahrheit zu kennen, wird sie unvermittelt auf den Kopf gestellt, so dass man sich bis zum überraschenden Schluss fragt, was denn nun wirklich stimmt und was gelogen ist.“ Ehrlich!

Wahr ist jedenfalls, dass es Eintrittskarten für das Stück gibt. Zu haben sind sie unter http://uniontheater.de und in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

Vorpremiere mit Star-Besuch im Cinestar

Der Kinofilm „Allein gegen die Zeit“ basiert auf der gleichnamigen deutschen TV-Serie, die in den Jahren 2010 bis 2012 in zwei Staffeln à 13 Episoden vom Kinderkanal (Kika) ausgestrahlt wurde.

Das Cinestar an der Hans-Bredow-Straße (am Weserpark) zeigt morgen, Mittwoch, eine Vorpremiere des Films – einen Tag vor dem Bundesstart. Die Vorpremiere beginnt um 17.15 Uhr, so Theaterleiter Volkhard Lammers. Und zu eben dieser Vorstellung erwartet Lammers auch noch Star-Besuch.

Die Hauptdarsteller sind live im Kinosaal zu erleben – Timon Wloka („Ben“), Janina Fautz („Leo“), Timmi Trinks („Jonas“), Ugur Ekeroglu („Özzi“) und nicht zuletzt Ruby O. Fee („Sophie“).

Das Quintett erlebt im Film wieder ein echtes Abenteuer. Die Schüler, die einst beim Nachsitzen zu Freunden zusammengeschweißt wurden, gehen auf Klassenfahrt. Sie verlassen Berlin, um nach Hildesheim zu fahren, wo sie die üblichen Sehenswürdigkeiten besuchen und Zeuge einer Sonnenfinsternis werden wollen.

Bei der Besichtigung des Hildesheimer Doms ereignet sich jedoch Dramatisches – eine Explosion erschüttert die Umgebung, ein Sonderkommando der Polizei rückt an und ehe die Jugendlichen sich versehen, befinden sie sich in der Gewalt fanatischer Sektenanhänger.

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