Verkehrsverstöße bringen 13,685 Millionen Euro

Blitzen für die Stadtkasse

Der „Starenkasten“ am Autobahnzubringer Hemelingen ist offensichtlich bekannt. Hier hat es 2015 nur halb so oft geblitzt wie ein Jahr zuvor. Foto. Sussek
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Der „Starenkasten“ am Autobahnzubringer Hemelingen ist offensichtlich bekannt. Hier hat es 2015 nur halb so oft geblitzt wie ein Jahr zuvor. Foto. Sussek

Bremen - Von Jörg Esser. Bingo! Es blitzt. Wieder rast ein Auto in die Radarfalle am Autobahnzubringer Hemelingen. Der Fahrer ist offensichtlich nicht ortskundig. Der „Starenkasten“ steht dort schließlich schon seit Jahren. Und das wirkt sich auch in der Bilanz aus. 2015 hat es dort „nur“ 3578 Mal geblitzt, gut halb so oft wie ein Jahr zuvor (7305). Das geht unter anderem auf eine Antwort des Senats auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

3449 Verwarnungen und 129 Bußgelder hat der Blitzer an der Pfalzburger Straße ausgelöst. Welche Einnahmen das der Stadtkasse brachte, darüber liegen keine detaillierten statistischen Angaben vor, heißt es. Aber es gibt ein Gesamtergebnis: Demnach betrugen die Einnahmen aus allen Verkehrsordnungswidrigkeiten, inklusive Rotlicht- und Parkverstößen, im vergangenen Jahr 13,685 Millionen Euro. Das war eine runde halbe Million mehr als 2014 (13,16 Millionen Euro).

Zur Rotlichtüberwachung sind in Bremen zwölf Standorte vor Schulen und an Unfallschwerpunkten ausgewählt, teilt der Senat in seiner Antwort mit. Die Polizei verfügt zudem über sechs Kameras. Auch hier gilt: „Für die einzelnen Anlagen liegen keine statistischen Daten zur Einnahme aus Bußgeldern vor.“

Zu den Blitzern: In der Stadt Bremen gibt es neun stationäre Anlagen – diese sind auf der B75 in Fahrtrichtung Bremen und Delmenhorst, auf der A1 zwischen Hemelingen und Mahndorf in beide Fahrtrichtungen, auf der Kurfürstenallee in Fahrtrichtung Schwachhauser Heerstraße, an der Richard-Boljahn-Allee in Richtung Oberneuland, auf dem Zubringer Arsten in Höhe der Abfahrt Habenhausen, auf der A281 kurz nach der Ausfahrt Flughafen in Fahrtrichtung Neuenlander Straße und eben auf dem Hemelinger Zubringer stadteinwärts installiert. Und hier wird für jede Anlage die Anzahl der eröffneten Verfahren erfasst. Die meisten Geschwindigkeitssünder wurden demnach auf der A1 ermittelt – hier hagelte es 33115 Verwarnungen und 11873 Bußgeldbescheide. Es folgen die Radaranlagen auf der B75 mit 15924 Verwarnungen und 1175 Bußgeldern. Auch die Anlage auf der A281 blitzte rund 17000 Autofahrer. Nur sind die Temposünder hier schneller unterwegs – 6453 Verwarnungen stehen 10039 Bußgeldbescheide gegenüber. Am Zubringer Arsten gab es rund 11500 Verstöße, an der Richard-Boljahn-Allee etwa 300 weniger und an der Kurfürstenallee etwa 7700.

Der Senat hat noch einmal weiter gerechnet und die laut Statistik 322178 angemeldeten Kraftfahrzeuge als Grundlage genommen. Demnach hat Bremen eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage pro 35797 Kraftfahrzeuge und einen Rotlichtmessstandort pro 26848 Kraftfahrzeuge.

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