2.829 Teilnehmer laufen, radeln, rudern und golfen

„Venuslauf“ mit neuer Rekordmarke

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Los geht es für den guten Zweck.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Am Markusbrunnen im Bürgerpark tummeln sich am Sonntag 2.829 sportlich bekleidete Besucher. Sie wollen laufen und Radfahren. Für jeden Kilometer, den ein Teilnehmer läuft, geben Unternehmen und Spender 50 Cent zugunsten von Sport- und Bewegungsangeboten für Krebskranke. Um es vorwegzunehmen: Es wird ein neuer Rekord aufgestellt.

Dass der 16. Venuslauf ein besonderer ist, betont Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) bei der Eröffnung. „Heute brechen wir die 300.000-Kilometer-Grenze“, so Quante-Brandt – und meint damit 300.000 Kilometer auf dem langen Weg zur Venus. Und sie behält Recht. 38 Millionen Kilometer liegt die Venus entfernt, da braucht es noch viele Läufe, um dem Ziel näherzukommen. 

2.829 Teilnehmer kommen auf 29.157 Kilometer

Das ist aber keineswegs frustrierend, sondern richtig gut so, findet Organisatorin Marie Rösler von der Bremer Krebsgesellschaft. „Es ist gesund und in der Krebsvor- und -nachsorge gut zu laufen. Das soll nicht aufhören. Beim 20. Lauf werden wir wahrscheinlich die Distanz zum Mond von 384.000 Kilometern geschafft haben“, sagt Rösler. „Vor dem heutigen Start waren wir bei 284.000 Kilometern.“ Das sind nur 0,73 Prozent der Entfernung zur Venus, und das sei gut so, denn so könne der „Venuslauf“ noch viele Jahre stattfinden. Aufgestellt wird ein neuer Rekord. Die 2.829 Teilnehmer kommen auf 29.157 Kilometer, das sind so viel wie noch nie. Der Erlös beträgt fast 14.600 Euro.

Bevor es losgeht, machen sich die Läufer warm. Dabei hilft Astrid Beck vom Landessportbund (LSB). Der LSB ist neben der Krebsgesellschaft und Selbsthilfegruppen Veranstalter des Laufs. Eine CD rein, Musik an, und es geht los. Erst auf der Stelle laufen, dann die Arme drehen. „Zwei Schritte nach links“, ruft Beck in die sich aufwärmende Menschenmenge vor der Bühne. „Und zwei Schritte zurück.“ Danach geht es an den Start. 

Für jede Runde gibt es ein Gummiband

Am Rand der Drei-Kilometer-Laufstrecke hat sich die Samba-Gruppe „Sambanana“ aufgestellt und heizt den Läufern zum Start ordentlich ein. Läufer und Nordic-Walker starten hier genauso wie auf der kürzeren 1,5-Kilometer-Strecke. Für jede Runde gibt es als Nachweis ein Gummiband. Andreas Vroom vom LSB hat ein Team von zehn Läufern mitgebracht. Er wählt die große Runde. „Ich will zwölf Kilometer schaffen“, sagt Vroom, der turnt und Fitness-Training betreibt. Viele Teilnehmer starten auch auf den verschiedenen Fahrradstrecken. 

16. Venuslauf in Bremen 

Zehn, 25 und 30 Kilometer sind im Angebot. Michael Jaursch ist zum fünften Mal dabei. Er fährt zehn Kilometer. „Das erste Mal kam ich, nachdem mir eine Bekannte, die unter Brustkrebs litt, davon erzählt hatte. Ich finde, das ist eine gute Sache“, sagt Jaursch. 60 Teilnehmer starten auf der Zehn-Kilometer-Strecke. Genauso viele trauen sich an die 30 Kilometer. Für 25 Kilometer entscheidet sich ein Dutzend. Zudem wird auf der Weser gerudert, und der „Golfclub Bremer Schweiz“ veranstaltet ein Turnier, bei dem jeder Golfer acht Kilometer für den guten Zweck zurücklegt.

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