Gibbon-Geschwister „Knuppy“ und „Wody“ leben jetzt in der Botanika

Umzug für Frühaufsteher

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Gibbon „Wody“ turnt fröhlich durch sein neues Zuhause in der Botanika. Gestern sind die Jungtiere eingezogen.

Bremen - Die beiden Weißhandgibbons „Knuppy“ und „Wody“ haben gestern ihr neues Zuhause im Wissenschaftscenter Botanika in Horn bezogen. „Der Umzug hat wunderbar geklappt“, freute sich Geschäftsführerin Petra Schäffer. In den nächsten Tagen können die beiden Affen erst einmal in Ruhe ihre neue Umgebung erkunden. Ab dem Wochenende sollen sie dann auch für Besucher zu sehen sein.

Weißhandgibbons sind Frühaufsteher. Daher erfolgte der Umzug des Geschwisterpaares „Knuppy“ und „Wody“, den beiden Jungtieren aus dem ehemaligen Gartencenter Vida in Huchting, das Inhaber Josef Vida aus gesundheitlichen Gründen schließen musste, bereits in den frühen Morgenstunden. Wie eine Botanika-Sprecherin gestern sagte, waren die Primaten noch gar nicht richtig wach, als sie von Vida und seiner Frau Renate Anders nach Horn gefahren wurden.

Dort angekommen, brachten die Tierpfleger der Botanika, Philipp Kleppe und Hannah Urbschat, die Transportbox mit dem vier Jahre alten „Knuppy“ in das eigens für die beiden Gibbons gebaute Gehege. Seine eineinhalbjährige Schwester wurde von Anders auf dem Arm in ihr neues Zuhause getragen.

Nach kurzem Zögern schwangen sich die beiden Gibbons, eigene Nachzuchten aus dem Gartencenter samt Privatzoo, von Ast zu Ast und Seil zu Seil auf Entdeckungstour durch ihr neues Zuhause, das im Innen- und Außenbereich jeweils rund 50 Quadratmeter groß ist.

In den nächsten Tagen schenken die Tierpfleger ihren Schützlingen besonders viel Aufmerksamkeit. „Wir werden die beiden sehr genau beobachten, denn ein Umzug bedeutet Stress für jedes Tier. So können wir schnell reagieren, für den Fall, dass das nötig sein sollte. Aber zurzeit sieht alles gut aus“, so Urbschat.

Wenige Tage nach den Jungtieren treten auch ihre Eltern den Umzug in das Science-Center an. Sie werden in einem eigenen Gehege untergebracht, das sich gleich neben dem Gewächshaus befindet, in dem noch bis Februar tropische Schmetterlinge zu sehen sind.

Die Weißhandgibbons sind die ersten Säugetiere, die dauerhaft im grünen Wissenschaftscenter bleiben, so die Botanika-Sprecherin. Bisher sei diese Tiergattung hier nur in Sonderausstellungen vertreten gewesen. „Die in Südostasien selten gewordenen Gibbons stellen eine tolle Ergänzung zu den anderen Tieren bei uns dar“, so Schäffer.

Das neue Zuhause der kleinen Menschenaffen stellt übrigens eine Übergangslösung dar, in denen die Tiere laut Botanika voraussichtlich zwei Jahre bleiben. Langfristig sollen die Kletterkünstler in einem Neubau mit zwei aneinander angrenzenden Gehegen unterkommen, wofür die Botanika nach eigenen Angaben noch Spenden benötigt.

Weißhandgibbons werden 45 bis 65 Zentimeter groß und wiegen ausgewachsen bis zu sieben Kilogramm. In der Roten Liste für bedrohte Arten und dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen sind sie als stark gefährdet eingestuft. 

vr

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