Sicherheitsbehörden prüfen Hinweise

Kämpfen Tschetschenen aus Bremen in IS-Reihen?

Bremen - Die Bremer Sicherheitsbehörden prüfen Hinweise, wonach eine Gruppe von Tschetschenen aus Bremen in den Reihen der Terrororganisation Islamischer Staat kämpft.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei könne es sich dabei um bis zu 20 Personen tschetschenischer Herkunft handeln, sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Donnerstag im Untersuchungsausschuss zum Anti-Terroreinsatz in Bremen vom Februar 2015.

Die Hinweise hätte sich durch die Befragung eines Bremer Syrien-Rückkehrers ergeben. Nach dessen Aussagen habe der Großteil der Tschetschenen früher das Islamische Kulturzentrum (IKZ) besucht, das den Schwerpunkt der salafistischen Szene in Bremen bilde. Diese Personen habe man bis vor Kurzem nicht "auf dem Radar" gehabt, weil sie völlig andere Wege in die Kampfgebiete genutzt hätten. Statt über die Türkei nach Syrien seien sie vermutlich zunächst zurück nach Tschetschenien gereist.

Der Untersuchungsausschuss beendete mit der zweiten Vernehmung des Innensenators seine Beweisaufnahme. Das Gremium soll die Umstände des mit Pannen und Fehlern behafteten Anti-Terroreinsatzes vom Februar 2015 beleuchten. Der Abschlussbericht soll in den kommenden Monaten vorgelegt werden. Der Ausschuss hatte seit Dezember 2015 in geheimer und öffentlicher Sitzung insgesamt 26 Zeugen angehört.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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