Traumlandschaft mit Rampen

„Sportgarten“ öffnet Skatehalle im alten Postamt am Hauptbahnhof

Jan Meyerdierks (l.) und Leon Buchholz skaten seit sieben Jahren. Sie sind total begeistert von der neuen Skatehalle im alten Postamt 5 beim Hauptbahnhof. - Foto: Klotz

Bremen - Von Rieke Klotz. Noch sind die Wände in der grauen Halle kahl, nur ein paar Matten, wie man sie aus dem Schulsport kennt, hängen an der Wand, damit die Skater und BMX-Fahrer sich am oberen Ende der Rampe nicht verletzen. Doch bald schon sollen bunte Graffiti den Skatepark am Postamt 5 erleuchten, sagt Ulrich Barde vom Verein „Sportgarten“ auf der Eröffnungsfeier am Freitagmittag.

Die 250.000 Euro teure Skatehalle unweit des Hauptbahnhofs wurde durch Spenden finanziert und ist eine Traumlandschaft für jeden Skater, BMX- und Scooter-Fahrer. Auf 1 000 Quadratmetern haben die Jugendlichen Platz, um sich voll auszutoben und verschiedene Tricks auf den Rampen zu fahren. Viele der Skater sind Mitglied im „Sportgarten“ und haben ehrenamtlich bei dem Aufbau der Halle angepackt.

Dominik Oetjen ist leidenschaftlicher BMX-Fahrer und nebenbei noch Elektromeister. Er hat in 7,80 Metern Höhe die Beleuchtung angebracht. „Es ist ja alles für einen guten Zweck und der ,Sportgarten' lebt von Spendeneinnahmen, deswegen habe ich meine Chefs ein bisschen dazu animiert, mit dem Preis für die Elektroinstallation runterzugehen, und dann haben sie sich sogar noch zu einer Spende überreden lassen.“

Seit 1998 ist Oetjen Mitglied im Verein und fasziniert von der neuen Halle: „So ein Angebot für BMXler und Skateboard-Fahrer gab es noch nie. Dass wir jetzt bei Wind und Regen skaten können, ist total genial.“ Das findet auch Beke Herbst vom „Sportgarten“. „Der Skatepark ist so einmalig, es rufen uns Skateboarder und BMX-Fahrer aus Düsseldorf an, wann die Halle nun endlich öffnet und sie vorbeikommen können.“ Neben den urbanen Sportarten gibt es für die Jugendlichen aber auch die Möglichkeit, sich intellektuell zu fordern. 

Mit dem „Fablab“ und dem „Mobile Game Lab“ der Hochschule Bremen bietet der Zusammenschluss „P5“ eine Art Bastelecke für Jung und Alt. Auf den Tischen des „Fablabs“ stehen Lasercutter und Drucker. Hier können die Teilnehmer zum Beispiel Sensoren für Bewegungsabläufe basteln und gemeinsam mit dem „Mobile Game Lab“ auf dem Bildschirm zum Leben erwecken. 

In Zukunft werden unter anderem Ferienprojekte und Workshops stattfinden. „Das Schöne ist, wenn man die Ideen aus dem Labor in der Skatehalle anwenden kann“, sagt Arne Kattert. Der 19-Jährige ist seit zehn Jahren in der BMX-Szene bekannt. Er durfte bereits am Sonntag die verschiedenen großen und kleinen Rampen testen und läuft seitdem auf Krücken. „Ein glatter Mittelfußbruch“, erzählt er, „nicht so schlimm, in zwei Monaten geht’s wieder aufs Bike.“ Ein Notfall-Zahnhilfeset liegt in der neuen Skatehalle übrigens immer griffbereit.

Die Skatehalle öffnet montags bis freitags von 8 bis 15  Uhr, mittwochs bis freitags auch von 15.30 bis 22 Uhr sowie sonnabends und sonntags jeweils von 11  bis 21.30 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro.

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