Die „Alex“ startet an der Schlachte ihren Betrieb als Restaurantschiff

„Tolles Schiff in toller Lage“

Prost! Wirtschaftssenator Martin Günthner (l.) und „Alex“-Eigner Heiko Rataj stoßen auf die Eröffnung der Bark als Restaurant- und Gastronomieschiff an der Schlachte an. - Foto: Esser

Bremen - Von Jörg Esser. Die „Alex“ hat vor zwei Wochen an der Schlachte festgemacht. Am Montag hat der Dreimaster an seinem neuen Liegeplatz den Betrieb als Restaurant- und Gastronomieschiff aufgenommen. „Das Schiff gehört hierher“, sagte Eigner Heiko Rataj bei der Eröffnung. Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) erhofft sich von dem „tollen Schiff in toller Lage“ weiteren Aufwind für den Tourismus in Bremen.

„Ahoi, Kameraden“, erklingt es am Anleger. Der Shanty-Chor Brinkum intoniert maritimes Liedgut. „Wir lagen vor Madagaskar...“, schallt es. Und: „Karamba, karacho, ein Whisky...“ Was soll’s. Die Ehrengäste strömen an Bord. Es gibt Glühwein, Kaffee, Sekt und Beck’s. Der Smutje serviert dazu Labskaus. Und Grünkohl. Total bremisch eben.

„Wir sind an der Schlachte angekommen“, sagt Skipper Florian Peters, der Betriebsleiter der „Alex“. „Es war ein langer Weg“, ergänzt Rataj. „Aber wir schwimmen noch.“ Für den Geschäftsmann und Schauspieler aus Goslar steht fest: „Das Schiff gehört hierher.“ Nach Bremen eben. An die maritime Meile. Die „Alexander von Humboldt“, gebaut 1906 auf der Werft AG „Weser“ in Bremen, habe schließlich für Bremen und Bremerhaven und mit ihren grünen Segeln eben für eine bekannte Biermarke aus Bremen die Weltmeere gekreuzt.

„Es gibt Millionen von Schiffen, deren Namen keiner kennt“, sagt Rataj, „es gibt aber auch solche, die Geschichte schreiben.“ Und dazu zähle die „Alex“: „Das Schiff steht für Emotionen, für Fernweh.“ Der Eigner fährt fort: „Das ist ein tolles Geschenk für die Stadt.“ Und er lobt Bremen für die „Verunkomplizierung der Genehmigungsverfahren.“

Bremen setzt auf den Tourismus. „Der Sektor soll weiter wachsen“, sagt Wirtschaftssenator Günthner. Und die „Alex“ soll das „Ensemble an starken Marken und Symbolen“ mit Rathaus, Roland und Dom weiter abrunden und diesem eine maritime Komponente hinzufügen. Bremens Tourismus-Chef Peter Siemering bezeichnet die Ankunft der „Alex“ an der Schlachte als ein „I-Tüpfelchen“. Er legt noch eine Schippe drauf: „Hamburg hat seine Elbphilharmonie, Bremen hat die ,Alex’.“

Jetzt sollen die Bremer, die Buten-Bremer und eben ganz viele Touristen das Traidtionsschiff entern. Und an Bord speisen und feiern und übernachten. Die „Alex“ verfügt über 38 Kojen in neun Doppel- und fünf Vierbettkabinen. „Alle sind mit WC, Dusche, Waschbecken, Fernsehgerät, W-Lan und Handtuchheizung ausgestattet“, heißt es. Na dann! Das Restaurant erstreckt sich über die zwei zentralen Messen unter Deck. Weitere Plätze an Deck und auf der Terrasse sind Optionen für Frühling und Sommer. „Alles in grünem Bereich“, ist auf Kisten und Bänken zu lesen. „Der grüne Virus“, steht auf Sitzkissen.

Das Angebot im Restaurant ist vor allem maritim. „Von Lobster bis Labskaus servieren wir, was dem Smut ins Netz geht“, lautet der Slogan. Geöffnet hat die „Alex“ täglich von 11.30 bis 21.30 Uhr.

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