„Tatort“: Doppel-Drehstart für „Nachtsicht“ und „Frau in Rot“

Ein skrupelloser Mörder

Unangenehme Fragen müssen sich in dieser Szene zum neuen Bremer „Tatort“ Jost (Rainer Bock) und Leonie Friedland (Angela Roy) vom Ermittlerduo Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) gefallen lassen. - Foto: Koller

Bremen - Von Steffen Koller. Serienmörder und ein rätselhafter Fund im Parkhaus: Am Mittwoch starteten die Dreharbeiten zu zwei neuen Folgen des Bremer „Tatort“. Mit „Nachtsicht“ und „Frau in Rot“ inszeniert Regisseur Florian Baxmeyer zwei ganz unterschiedliche Krimis. Erster Drehort: das beschauliche Oberneuland.

Umrahmt von hohen Bäumen reiht sich ein Einfamilienhaus an das andere, Blätter tanzen im Wind, die Sonne brennt gnadenlos. Mittendrin ein Backsteingebäude mit auffallend großer Fensterfront, im Inneren gesellen sich Familienfotos zu Kunst des 20. Jahrhunderts.

Alles heile Welt? Nein, die Idylle trügt. Mit dem Klingeln an der Tür beginnt für das Ermittlerduo Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) in „Nachtsicht“ die Suche nach einem Mörder, der seine Opfer ohne Skrupel überfahrt. Sind sie hier an der richtigen Adresse?

13 Mal wird die Eingangsszene neu gestartet

„Der Gärtner ist es schon mal nicht“, sagt Redakteurin Annette Strelow von Radio Bremen auf die Frage, wer denn nun der Mörder sei. Natürlich wird das an dieser Stelle nicht verraten, bis März 2017 müssen sich die Zuschauer noch gedulden, erst dann ist offizieller Ausstrahlungstermin. Man könne auf eine „technische Überraschung“ gespannt sein, mehr Infos gibt es erstmal nicht. Doch bevor alle Szenen im Kasten sind, heißt es zunächst: Einstellung um Einstellung neu aufnehmen, Ton checken, Lichtverhältnisse prüfen und Texte einsprechen.

Wie aufwendig so eine Produktion ist, zeigt sich zu Drehbeginn. 13 Mal wird die Eingangsszene neu gestartet, bevor es endlich heißt: „Wir haben es! Alles im Kasten!“. Stühle stehen im Weg. Der Frage, ob eine Tür offen oder geschlossen sein soll, wird akribisch nachgegangen. Von misslungenen Kamerawinkeln und Versprechern mal ganz abgesehen, läuft es am Set. Sabine Postel, Oliver Mommsen und die etwa 25-köpfige Crew trotzen den hochsommerlichen Temperaturen mit viel Humor. „Moin!“, ruft Mommsen mit einem Grinsen den Fotografen zu, dann posiert er zusammen mit Schauspielkollegin Postel trotz viel zu warmer Lederjacke souverän vor den Kameras.

Kommissare auf Spurensuche in einem Parkhaus

Zeitgleich zu den Dreharbeiten für „Nachtsicht“ begannen auch die Vorbereitungen zu einem weiteren „Tatort“. Mit „Frau in Rot“ begeben sich die Kommissare auf Spurensuche in einem Bremer Parkhaus. Ein abgetrennter Finger sowie ein Auto voller Blut sind die einzigen verwertbaren Spuren, die das Duo vorfindet. Schnell kann es Verbindungen zu einem seit einem Jahr vermissten Ex-Chef einer Pharma-Agentur herstellen – und zu seiner Ex-Frau, die mehr als ein Geheimnis hat.

Beide Folgen werden bis zum 10. November in Bremen und Umgebung gedreht. Ausstrahlungstermin für „Frau in Rot“ ist voraussichtlich im Spätsommer 2017. Dann sind neben dem Ermittlerduo unter anderem auch die altbekannten Gesichter von Rechtsmediziner Dr.  Katzmann (Matthias Brenner) und Inga Lürsens Tochter Helen Reinders (Camilla Renschke) zu sehen.

Wem das alles zu lange dauern sollte, der sollte sich den Sonntag, 30. Oktober, ganz dick im Kalender anstreichen. Ab 20.15 Uhr läuft im Ersten der neueste Bremer „Tatort“ mit dem Titel „Echolot“.

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