Suchtprävention statt Vollrausch und Entgiftung

    • aHR0cDovL3d3dy5rcmVpc3plaXR1bmcuZGUvbG9rYWxlcy9icmVtZW4vc3VjaHRwcmFldmVudGlvbi1zdGF0dC12b2xscmF1c2NoLWVudGdpZnR1bmctNDE4OTYwLmh0bWw=418960Suchtprävention statt Vollrausch und Entgiftung0true
    • 18.06.09
    • Bremen
    • Drucken
Jugendliche suchen den lebensgefährlichen Kick beim Trinken / „Aktionswoche Alkohol“ will Netzwerke stärken

Suchtprävention statt Vollrausch und Entgiftung

    • recommendbutton_count100
    • 0

Bremen - BREMEN (il) Immer mehr Bremer Jugendliche müssen mit einem Vollrausch in eine Klinik eingeliefert werden. Die Zahl der stationären Krankenhausbehandlungen von Kindern und Jugendlichen in Folge von Alkoholvergiftung ist zwischen 2004 und 2007 um 32 Prozent auf 211 Patienten angewachsen, sagte gestern Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD).

Brunhilde Christoph (v.l.), Ingelore Rosenkötter und Dr. Gunter Simic-Schleicher.

Brunhilde Christoph (v.l.), Ingelore Rosenkötter und Dr. Gunter Simic-Schleicher.

Der Alkoholkonsum unter Jugendlichen sei zwar insgesamt rückläufig, dennoch gebe es keinen Anlass, sich zufrieden zu zeigen, sagte Rosenkötter gestern in der Volkshochschule zum Thema „Jugendliche Alkoholexzesse“. Allein in Bremen-Nord, so ergänzte Dr. Gunter Simic-Schleicher, habe es im Jahr 2007 30 Fälle jugendlicher Koma-Trinker gegeben, während es fünf Jahre zuvor noch fünf Patienten gewesen seien. Der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Bremen-Nord warnte vor den gesundheitlichen Schäden an Leber und Nervensystem auch beim häufigem Konsum geringerer Mengen Alkohol.

Die im Klinikum eingelieferten Jugendlichen hätten meist über zwei oder drei Promille Alkohol im Blut gehabt. Leider würden die lebensrettenden Maßnahmen die Jugendlichen auch vor einem möglicherweise heilsamen Kater bewahren. Einzige Abschreckung: Die jungen Patienten bekommen wegen der mangelnden Steuerung der Körperfunktionen eine Windel verpasst. Das sei für die Jugendlichen peinlich und daher abschreckend. Nach der Entgiftung folge stets ein Gespräch mit den Eltern.

Vor allem in den Schulen widmet man sich seit Jahren flächendeckend der Prävention. Wie Brunhilde Christoph vom Landesinstitut für Schule sagte, seien bei den Veranstaltungen stets ehemalige Drogensüchtige dabei. Diese berichteten von dem schleichenden Anfang ihrer Sucht, den verlorenen Lebensjahren. Elterntraining und praktische Simulationen mit einer Rauschbrille, mit der die Schüler wie bei 1,2 Promille geradeausgehen oder Geldstücke aufheben sollen, wirkten meist nachhaltig. Rosenkötter sieht weiter den dringenden Bedarf, gefährdeten Jugendlichen zu helfen und die Hilfsangebote auszubauen.

Realitätsferne Wünsche und daraus folgenden Frustrationen förderten die Exzesse der Kids. „Früher war ein Vollrausch eher ein Versehen, weil man sich über die eigenen Grenzen getäuscht hat“, sagte Simic-Schleicher. Heute sei es Ziel, so viel und so schnell wie möglich Alkohol zu trinken – trotz der Lebensgefahr.

zurück zur Übersicht: Bremen

Kommentare

Kommentar verfassen

Die neuestenFotostrecken

"Russland exportiert Terror": Reaktionen zur Ukraine-Krise

    • aHR0cDovL3d3dy5rcmVpc3plaXR1bmcuZGUvbmFjaHJpY2h0ZW4vcG9saXRpay9yZWFrdGlvbmVuLXVrcmFpbmUta3Jpc2Utc2FnZW4tcG9saXRpa2VyLWJhbmtjaGVmcy16ci0zNDg4NTI5Lmh0bWw=3488529"Russland exportiert Terror": Reaktionen zur Ukraine-Krise0true
    • 16.04.14
    • Politik
weitere Fotostrecken:

978. Freimarktin Bremen

Das größte Volksfest Norddeutschlands lockt vom 18.10. bis zum 3.11. wieder rund vier Millionen Besucher auf die Bürgerweide.

Meist gelesene Artikel

  • Heute
  • 7 Tage
  • 30 Tage
  • Themen

Frau stirbt bei Wohnungsbrand in Bremen-Nord

Bremen - Eine ältere Frau ist am Mittwochmorgen bei einem Feuer in einer Wohnung im Norden Bremens ums Leben gekommen. Aus bislang unbekannter Ursache brannte ein Pflegebett in einem Zimmer des mehrstöckigen Wohngebäudes, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte.Mehr...

Frau stirbt bei Wohnungsbrand in Bremen-Nord

Bremen - Eine ältere Frau ist am Mittwochmorgen bei einem Feuer in einer Wohnung im Norden Bremens ums Leben gekommen. Aus bislang unbekannter Ursache brannte ein Pflegebett in einem Zimmer des mehrstöckigen Wohngebäudes, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte.Mehr...

Formaldehyd ausgelaufen: Bremer Feuerwehr im Großeinsatz

Bremen - Die Bremer Feuerwehr ist zu einem Großeinsatz in den Hafen ausgerückt, weil dort 1000 Liter Formaldehyd ausgelaufen sind. Ein Behälter mit der Chemikalie sei am Mittwoch in einem Gebäude geplatzt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.Mehr...

Werder Bremen

Infos und aktuelle Nachrichten über Werder Bremen. Lesen Sie alles über den norddeutschen Top-Verein.weiter....

Kontakt

Redaktion Bremen

Schlachte 2
28195 Bremen
Telefon 0421 / 33977-13
Telefax 0421 / 33977-17
redaktion.bremen@kreiszeitung.de

Artikel lizenziert durch © kreiszeitung
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.kreiszeitung.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.