Ökumenischer Stadtkirchentag in Bremen

Strategien für den Frieden

Hanseatenkreuz, Marktplatz und Dom sind beim Ökumenischen Stadtkirchentag zentrale Schauplätze. - Foto: Kuzaj

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Psalmen klingen in die Nacht“: Abendliche Klänge und Texte sollen die Besucher des Ökumenischen Stadtkirchentages am Sonnabend, 17. September, in die Kulturkirche St. Stephani locken. Ab 20 Uhr treten dort auf: Peter Dahm (Saxophon), Tim Günther (Klavier und Orgel), das Vokalensemble der evangelischen Gemeinde in der Neustadt, der Propsteichor St. Johann, der Chor und der Bläserchor der Martin-Luther-Gemeinde in Findorff, der Projektchor des Evangelischen Posaunenwerkes – sowie Pastorin Diemut Meyer und Professor Helmuth Rolfes.

Von Freitag, 16. September, bis Sonntag, 18. September, feiern die Kirchen in Bremen den Ökumenischen Stadtkirchentag. Die Organisatoren erwarten 7. 000 Besucher. Der Stadtkirchentag steht unter dem biblischen Motto „Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“. An allen drei Veranstaltungstagen geht es – so eine Sprecherin – „in Talk und Begegnung, Workshops und Jugendevents, Gottesdiensten und Stadtrundgängen, Musik und Film um den Frieden in der Gesellschaft, Konflikte, die ihn gefährden und Strategien, ihn zu bewahren“. Ein hochaktuelles Thema also.

Am Freitag, 16. September, wird zunächst einmal gekocht. Und zwar mitten in Bremens „guter Stube“, sprich: mitten auf dem Marktplatz. Dort beginnt um 10 Uhr eine mit „Brot für die Welt“ organisierte Kinder-Kochaktion. 120 Kinder aus evangelischen und katholischen Kindergärten kochen zusammen mit Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) in der mobilen Küche des holländischen Aktions-Kochs Wam Kat. Um 12 Uhr heißt es dann „Kinder, Essen ist fertig“ – und Sieling, Propst Martin Schomaker sowie Kirchenpräsidentin Edda Bosse greifen zum Schöpflöffel.

Am Freitagabend folgen Gottesdienste und Begegnung in 15 Kirchengemeinden im ganzen Stadtgebiet statt. Um 18 Uhr beginnt zudem das „Mahl der Gastfreundschaft“ der Innenstadt-Gemeinden. An gedeckten Tischen auf dem Hanseatenkreuz vor dem Bremer Rathaus (bei Regen: in der Propsteikirche St. Johann) sind – so eine Sprecherin – „alle willkommen, die in bunter Gemeinschaft Brot, Käse und Trauben teilen möchten“. Für musikalische Begleitung sorgt das Bremer Blechbläser-Ensemble. „Das Essen ist kostenlos, eine Spende für die Unterstützung der Arbeit mit obdachlosen Menschen ist willkommen“, heißt es.

Für Sonnabend, 17. September, ist ein großes Programm auf der „Marktplatzbühne“ geplant – mit Musik und Theater, Talk und Kunst ab 9.50 Uhr. Nur ein paar Beispiele – 11.45 Uhr: Glockengeläut, anschließendes Mittagsgebet und „offenes Singen“. 13.45 Uhr: Bläserkonzert unter der Leitung von Landesposaunenwart Rüdiger Hille. 17.30 Uhr: Der Gospelchor der katholischen Gemeinde St. Georg präsentiert amerikanische und afrikanische Gospelmusik. Um 19.30 Uhr beginnt ein Konzertabend mit einem 40-köpfigen Gospelchor unter der Leitung von Chris Lass.

Predigt auf dem Marktplatz

Die Predigt auf dem Open-air-Abschlussgottesdienst am Sonntag, 18. September, um 11 Uhr auf dem Marktplatz hält der Friedenstheologe Fernando Enns aus Hamburg, der 2007 mit dem „Deutschen Predigtpreis“ ausgezeichnet wurde. Liturgie: Pastorin Susanne Kayser; weitere Mitwirkende: Weihbischof Johannes Wübbe (Osnabrück) und Pastor Renke Brahms (Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche). Bei schlechtem Wetter – in Bremen ja denkbar – wird der Gottesdienst in den St.-Petri-Dom verlegt.

Themen der insgesamt etwa 50 Programmpunkte des Stadtkirchentages sind Flucht und Migration, Verteilungsgerechtigkeit, Spiritualität und Stille, internationale Konflikte und Spannungen zwischen den Religionen sowie die Rolle der Kirchen in der Stadt. Kirchlich-diakonische Verbände und Aktive präsentieren ihre Aktionen und Projekte in einer interaktiven Ausstellung in der Unteren Rathaushalle (10 bis 17.30 Uhr). Themen dort sind beispielsweise Altersarmut, die Situation von Flüchtlingen und das Leben von Menschen mit Behinderungen.

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