500 Oldtimer beim „Borgward-World-Meeting“

Stelldichein der Traumautos

Foto eines Treffens schicker Borgward-Oldtimer vor ein paar Jahren auf dem Bremer Marktplatz. - Foto: Borgward Group

Bremen - Von Steffen Koller. Eine Bremer Autolegende feiert Geburtstag – und das in ganz großem Stil. Vom 5. bis 8. Mai, also ab Himmelfahrt, findet das „Borgward-World-Meeting“ an der Bremer „Waterfront“ statt. Etwa 500 Oldtimer der Marken Borgward, Goliath, Hansa und Lloyd, so Organisationsleiterin Marion Kayser, werden erwartet. Neben Klassikern wie der „Isabella“ sollen bisher nie gezeigte Modelle zu sehen sein.

Die Borgward „Isabella“ von 1955 ist nur eins von insgesamt drei Modellen, das Marion Kayser in ihrer Garage stehen hat. Zur Zeit organisiert die Bremerin das „Borgward-World-Meeting“. Es findet vom 5. bis 8. Mai in Gröpelingen statt. - Foto: Koller

Seit sechs Jahren fährt Marion Kayser selbst Borgward, mittlerweile stehen drei Modelle in ihrer Garage. Mit der „Isabella“ fing alles an, für sie „das Traumauto schlechthin“, sagt sie und strahlt dabei über beide Ohren. Das gleiche Lachen möchte sie zusammen mit ihrem Organisationsteam nun auch Fans der Bremer Kultmarke aufs Gesicht zaubern und hat dafür keine Mühen gescheut. Am Donnerstag, 5. Mai, (Himmelfahrt) um 12 Uhr beginnt anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Automarke die zweite Auflage des „Borgward-World-Meetings“. Am Anreisetag sollen zunächst alle organisatorischen Feinheiten geklärt werden, ab Freitag, 6. Mai, warten dann drei Publikumstage auf die Besucher. Und die haben es laut Kayser in sich: Um 9 Uhr beginnen die Ausfahrten zu ausgewählten Standorten der Automarke, die wohl wie kaum eine andere für das deutsche Wirtschaftswunder steht, auch wenn das Ende mit dem Konkurs so bitter war. So werden am Freitag von Gröpelingen aus unter anderem die „Borgward-Zeitmanufaktur“, das Übersee-Museum und das Mercedes-Benz-Werk angesteuert. Um 14 Uhr folgt dann die offizielle Eröffnung durch Monica und Christian Borgward, Tochter und Enkelsohn des damaligen Gründervaters Carl Borgward. Ebenfalls am Freitag (und am Sonnabend) findet auf dem Gelände der „Waterfront“ von 12 bis 18 Uhr ein großer Teilemarkt statt, dazu gesellen sich Bühnenprogramm und Borgward-Stammtisch ab 19 Uhr.

Am Sonnabend heißt es dann von 8 Uhr bis spät in die Nacht: feiern, feilschen, fachsimpeln. Den Auftakt auf der Bühne macht die Musik-Combo „Die Arster“, gefolgt von den Musikern „Beat-Club and Friends“, dem „Borgward-Theater“ und einer Schiffstour zur Sonderausstellung seltener Borgward-Fahrzeuge. Ab 18.30 Uhr erhält das 125-jährige Jubiläum im Swissotel (Hillmannplatz) beim Empfang seinen feierlichen Rahmen – Musik und Showprogramm inklusive. Außerdem von 16 bis 18 Uhr auf dem Festgelände in Gröpelingen: eine Geschichtswerkstatt, in der ehemalige Mitarbeiter ihre Erlebnisse mit dem Publikum teilen.

Und da das Jubiläum ein ganz besonderes ist, haben sich Marion Kayser und ihre Helfer speziell für die Tage einige Höhepunkte ausgedacht. Unter anderem kreierten sie ein Auto- und Lkw-Quartett, spezielle Borgward-Uhren, ein Hörspiel und ein Buch über den Werdegang der Marke. Für die Spezialisten unter den Fans, sollten die Namen „Goliath Pionier Cabriolet“ aus dem Jahr 1932 und ein „Hansa Lloyd“ von 1923 wie Musik in den Ohren klingen. Diese und andere sehr seltene Modelle werden zu sehen sein. Erwartet werden beim nach Auskunft der Organisatorin weltgrößten Borgward-Treffen auch Fans aus Australien, Italien, den USA und Kanada.

Für Marion Kayser war nach nur wenigen Ausfahrten klar: „Ich bin infiziert – infiziert mit dem Borgward-Virus.“ Natürlich hoffe ich, auch andere damit anstecken zu können. Ich setze mich in meinen Borgward und habe gute Laune.“ Spätestens am 8. Mai, der um 10 Uhr mit einem Autokorso zum Marktplatz endet, weiß die Borgward-Begeisterte Bescheid.

www.borgward-world-meeting.de

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