Software-Update sorgt für Probleme

Stadtamt lahmgelegt

Ein Software-Update hat das Bürger-Service-Center weitgehend lahmgelegt. - Foto: Kuzaj

Bremen - Ärger über lange Wartezeiten, Diskussionen um Personalnöte, die Zerschlagungspläne des Innensenators – das Stadtamt kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Nun legt auch noch eine Computer-Panne die Bürger-Service-Center lahm. Zu den Schwierigkeiten ist es durch ein Software-Update gekommen, bestätigte ein Sprecher des Innenressorts.

Wegen der Panne konnte das Stadtamt kaum bis gar nicht arbeiten – nur Eil- und Notfälle wurden erledigt oder zumindest bearbeitet. Die Mitarbeiter mussten etliche Termine absagen.

Bürger, die ohne Termin kommen wollten, brauchten sich erst gar nicht erst auf den Weg zu machen. Sie sollen es, so der Rat, Mitte Oktober erneut versuchen. Zuvor müssten abgesagte Termine – etwa in Melde- und Ausweisangelegenheiten – nachgeholt und abgearbeitet werden, hieß es weiter.

Nach Update: Rechner wurden langsamer

Auslöser der Störungen soll ein Programm-Update des Verwaltungs-IT-Dienstleisters Dataport sein, hieß es im Innenressort. Das Update war Mitte der Woche auf die Rechner des Stadtamts gespielt worden. Anschließend begannen die Probleme. Die Rechner wurden langsamer und langsamer. Manche funktionierten gar nicht mehr. Während Techniker damit begannen, den Fehler zu beheben und die Rechner wieder in Gang zu bringen, meldeten sich Mitarbeiter des Stadtamts für Überstunden, um liegengebliebene Arbeit aufzuholen.

Wie berichtet, will Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) das von Problemen geplagte Stadtamt bis Ende des Jahres in kleinere Einheiten aufteilen. Unter der Obhut des Innenressorts bleiben beziehungsweise kommen ordnungsrechtliche Aufgaben, das Amt für Migration und das neu zu gründende Bürgeramt (für Urkunden und Pässe). Die Kraftfahrzeugzulassungen wandern ins Verkehrsressort. Markt- und Gewerbeangelegenheiten werden eine Abteilung des Wirtschaftsressorts, in das dem Vernehmen nach auch Stadtamtsleiterin Marita Wessel-Niepel wechselt.

Grüne wundern sich über Ressortpläne

Kritik vom SPD-Koalitionspartner gab es am Freitag auch schon mal: „Wir sind sichtlich verwundert“. erklärte der Grünen-Abgeordnete Björn Fecker. „Von einem zusätzlichen Ausbau der Behördenstruktur im Wirtschaftsressort war bisher nie die Rede.“

Noch bevor die Neustrukturierung der Wirtschaftsförderung und der Behörde die parlamentarischen Gremien erreicht hat, würden „hier offensichtlich schon Fakten geschaffen“, so der Grüne mit Blick auf die „zusätzliche Abteilung Markt- und Gewerbeangelegenheiten“. Fecker: „Mit der geplanten Umstrukturierung der Wirtschaftsförderung sollte in erster Linie das Ziel verfolgt werden, die Strukturen effizienter zu machen.“ 

kuz

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