Spionage: MEK fasst Pakistaner

Bremen - Beamte des Bremer Landeskriminalamts haben einen 28-jährigen Mann aus Pakistan festgenommen. Das bestätigte ein Sprecher des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Er soll in der Forschungsabteilung eines Bremer Unternehmens geheime Studien über Steuerung und Navigation von Drohnen beschafft haben. Das zumindest berichtet das Magazin „Focus“. Eine Sprecherin der Polizei bestätigte auf Nachfrage die Festnahme des Mannes, weitere Einzelheiten nannte sie wegen der Zuständigkeit der Generalbundesanwaltschaft nicht.

Nach einer Mitteilung der Behörde besteht gegen den Beschuldigten spätestens seit Ende Oktober der dringende Tatverdacht der geheimdienstlichen Tätigkeit, in diesem Fall für den pakistanischen Geheimdienst. Der junge Mann war den Angaben zufolge wissenschaftliche Hilfskraft in einer Forschungseinrichtung. Laut „Focus“ wurde er von einem Mobilen Einsatzkommando (MEK) der Bremer Polizei festgenommen. In der Unterkunft des Mannes habe der Staatsschutz umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, hieß es.

Das Hightech-Unternehmen erforscht den Angaben zufolge israelische Überwachungsdrohnen, also unbemannte kleine Flugzeuge, die von der Bundeswehr in Afghanistan eingesetzt werden. Verwandte des Verdächtigen arbeiten angeblich für das Militär und den Geheimdienst Pakistans. Aufgeflogen war der Mann durch einen leitenden Mitarbeiter der Firma, der früher beim Militärischen Abschirmdienst gewesen sein soll; ihm war das große Interesse des Mannes an Drohnen verdächtig. · sk

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