Bremer Weihnachtsmärkte öffnen vom 21. November bis 23. Dezember

Spektakel mit 33 Spieltagen

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Der Bremer Weihnachtsmarkt gehört zu den Top-3 in Deutschland.

Bremen - Von Jörg Esser. Die Saison beginnt. 33 Spieltage voller Winterzauber, Lebkuchenduft und derber Seemannsgeschichten stehen bevor. Am Montag, 21. November, legen Weihnachtsmarkt und „Schlachte-Zauber“ in der Bremer Innenstadt los. 187 Ausstellern sind auf Marktplatz und Domshof und noch einmal 100  am Weserufer dabei. Das adventliche Getümmel endet nach fast fünf Wochen – am 23. Dezember.

Früher war mehr Lametta. Heute ist freies W-Lan. Früher kamen vielleicht eine Million Besucher zu einem Weihnachtsmarkt, heute kommen mehr als drei Millionen zu zwei Märkten, die sich nach Ansicht der Veranstalter „wunderbar ergänzen“. Vorweihnachtliche Atmosphäre trifft auf maritimen Charme. Glühwein trifft auf heißen Met. Schmalzkuchen treffen auf Fleischklöpse. Bratwurst trifft auf Dresdner Handbrot. Dudelsäcke und Schalmeien treffen auf Posaunen und Knabenchöre. Weihnachtsmänner treffen auf Wegelagerer. Kinderkarussells und das historische Riesenrad treffen auf die „PiRatten-Suche“ im „Freibeuterdorf“.

Auf ins adventliche Getümmel: Zum „Schlachte-Zauber“ und zum Weihnachtsmarkt werden in Bremen in den fünf Wochen vor Heiligabend mehr als drei Millionen Besucher erwartet. - Foto: Großmarkt

Gemach, gemach. Noch wird aufgebaut. Die „Fogelvreien“, die das „Freibeuterdorf“ an der Schlachte bespielen, und die Beschicker des angrenzenden „Hüttendorfs“ verbauen beispielsweise 80 Kubikmeter Holz. Die „Fogelvreien“ schlagen in ihrem Dorf eine Brücke von „winterlichen in historische Welten“, sagt Marktvogt Johannes Faget. Es geht auf eine Zeitreise vom 8. bis ins 17. Jahrhundert – mit Wikingern und Klostermönchen, mit wildem Handel, verwegenen Piraten und holden Mägden, die an Tavernen ihre Heuer verjubeln. 40 Stände werden im „Freibeuterdorf“ aufgebaut, 60 im „Hüttendorf“. Und auch die Schiffsbetreiber werden in den „Schlachte-Zauber“ eingebunden, sagt Uwe Kluge, Geschäftsführer des Großmarkts Bremen, der den maritimen Weihnachtsmarkt veranstaltet. Am Anleger des Dreimasters „Alexander von Humboldt“, der just am Weserufer festgemacht hat, stehen zwei Iglus. Im Angebot sind Glühwein und Grünkohl. Und auch an Bord des Theaterschiffs an der Tiefer gibt es einen Glühweinausschank an Deck. Neu auf dem Markt sind zudem der Fahrradklingel-Stand „Cycle-Bells“ sowie der Weltenbummler Florian Mez, der „scharfe Klingen aus Vietnam“ verkauft.

Lebkuchenherzen und Flammlachs

Finnischen Flammlachs soll es geben. Und deftigen bayerischen Schweinebraten, Elch- und Wildschweinbratwurst und jede Menge Bremer Spezialitäten – von der Mettwurst „Lümmel“ bis zum Honig aus dem Rhododendronpark. Neu im Angebot auf dem Marktplatz sind Lebkuchenherzen mit individueller Beschriftung und Vollkorncrepes. Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge gibt es. Kerzen, Pralinen und vieles mehr. Und ganz viel Licht. Die „City-Initiative“ hat noch einmal in Beleuchtung investiert. Die Schlachte werde in eisblaues Licht getaucht, sagt Dr. Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der Einzelhändlervereinigung. Und auch die Verbindung von der Innenstadt ins Viertel werde aufgewertet. Sechs große Weihnachtsbäume seien mit insgesamt 20 000 Lichtpunkten bestückt worden. Der „Schlachte-Zauber“ wird am Montag um 18 Uhr mit einem 20-minütigen Historienspektakel und einem Feuerwerk eröffnet, der Weihnachtsmarkt um 16 Uhr mit einer Feierstunde und Pastorin Ingrid Witte im St.-Petri-Dom.

Weihnachtsmarkt und Schlachtezauber in Bremen

Der Weihnachtsmarkt öffnet täglich von 10 bis 20.30 Uhr, der „Schlachte-Zauber“ ab 11 Uhr. An den Adventssonnabenden wird die Öffnungszeit der Märkte bis 22  Uhr verlängert. An diesen vier Tagen öffnen auch die Einzelhändler in der Innenstadt bis 22 Uhr.

Polizei warnt vor Taschendieben

Die Bremer Polizei warnt vor Tätergruppen, die sich unter die Besucher mischen und versuchen, blitzschnell Rucksäcke und Handtaschen zu öffnen oder Geldbörsen aus Gesäßtaschen zu ziehen. Wer böse Überraschungen vermeiden will, sollte daher seine Wertsachen in verschlossenen Innentaschen der Jacke direkt am Körper tragen. Hand- und Umhängetaschen sollten mit der Verschlussseite zum Körper getragen werden.

Die Bremer Polizei wird, wie in den vergangenen Jahren auch, in Zivil sowie in Uniform auf dem Weihnachtsmarkt und dem Schlachte-Zauber unterwegs sein. Die Veranstalter (Stadtamt und Großmarkt) setzen in diesem Jahr auf dem Veranstaltungsgelände auch private Sicherheitsdienste ein.

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