Sozialsenatorin übergibt beheizte Zelte für Flüchtlinge im Kaffeequartier an Innere Mission

„Winterdorf“ ist bezugsfertig

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Ein Blick in die winter- und wetterfeste Zeltstadt im Kaffeequartier.

Bremen - Das erste „Winterdorf“ für Flüchtlinge ist komplett bezugsfertig. Zehn winterfeste Zelte sind am Kaffeequartier in der Überseestadt aufgebaut worden – für bis zu 400Flüchtlinge.

„Hier haben wir eine Notunterkunft, die wir bei Sturm, Eis und Schnee nicht evakuieren müssen“, sagte gestern Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) bei der offiziellen Übergabe des Standorts an den zukünftigen Träger und Betreiber, den Verein Innere Mission.

Orangefarbene Ölöfen stehen weithin sichtbar vor den Zelten. Sie „pusten“ Wärme ins Zelt – und zwar über eine Rohrverbindung, wobei die Rohre im Innenraum der Unterkunft die Wärme wieder abgeben. Die Zeltdecke werde zudem mit isolierenden Thermovliesplanen abgehängt, „damit die erwärmte Luft in den Kabinen bleibt“, sagte Jürgen Priebs vom Hersteller „Losberger“. Die hölzernen Fußböden und die Fenster seien isoliert. Und die Außenwände sind laut Stahmann aus „doppelwandiger Iso-Paneele“ gebaut. Außerdem sind die zwölf Meter mal 30Meter großen Zelte durch Stahlkonstruktionen gesichert worden.

Die Asylbewerber leben in acht Zelten in Vierbett-Zimmern. In einem Versorgungszelt werden die Mahlzeiten eingenommen, in einem Betreuungszelt sind Sozialarbeiter und Ärzte untergebracht.

Die Zeltstadt ist bereits bewohnt. Kurz vor Weihnachten, während der laufenden Arbeiten, seien rund 240 Flüchtlinge eingezogen, heißt es. Die nächsten 150Bewohner sollen im Laufe der nächsten Woche hinzukommen. „Die Situation ist hier deutlich günstiger als in den anderen Zelten“, sagte Bertold Reetz von der Inneren Mission.

Weitere Zelte dieser Art sind in Vorbereitung, Baubeginn in Grambke wird Mitte Februar sein. In den nächsten Wochen werden zudem weitere Notunterkünfte und Übergangswohnheime für Flüchtlinge eröffnet. Dazu gehören die Notunterkunft in einem Baumarkt sowie in zwei Fabrikhallen in Oslebshausen und Osterholz mit zusammen 800 Plätzen. Bis Ende April sollen rund 1000 Plätze in Übergangswohnheimen und 1300 in Notunterkünften bezugsfertig sein.

Im Januar hat das Land Bremen bis gestern Abend 699 Flüchtlinge und Asylbewerber aufgenommen. Im Januar 2015 waren es 331. Im vergangenen Jahr haben 10274 Flüchtlinge Bremen erreicht. 57,6 Prozent von ihnen (5918) kamen aus

Syrien.

je

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