„Sommermomente”: Das „White Pearl” ist Bremens einziger Beachclub

Sonne, Sand und Palmen

Im Beachclub „White Pearl“ auf dem Stadtwerder nahe der „Umgedrehten Kommode“ kann man mal eben den Alltag hinter sich lassen, Sonne tanken und Strandatmosphäre genießen. - Foto: Seegers

Bremen - Von Nina Seegers. Das Wasser glitzert blau in der Sonne und der feine, weiße Sand blendet ein wenig, während Palmen und Sonnenschirme aus Bast Strandatmosphäre inmitten von Bremen vermitteln. Milan Mitrovic muss ein bisschen verrückt sein oder wie kommt er sonst darauf, einen Beachclub in dem meist nicht so ganz wetterfesten Bremen zu betreiben?

Vielleicht muss man für ein solches Projekt weniger verrückt als mutig sein. Vor allem aber muss man ein gutes Konzept, guten Service und eine gute Location haben, damit ein solcher Beachclub funktioniert. Mitrovic scheint all diese Aspekte miteinander zu vereinen, denn die sogenannte „White Pearl” feiert in diesem Jahr bereits zehnjähriges Bestehen.

„Dieser insgesamt eher kühle Sommer war nicht besonders gut fürs Geschäft, aber wenn man einen Beachclub betreibt, darf man nicht nach einer verregneten Saison den Kopf in den Sand stecken, sondern muss man über Jahre kalkulieren”, sagt Mitrovic.

Gleich gegenüber von Bremens ältestem Wasserturm – der „Umgedrehten Kommode“ – befindet sich der Eingang zu dem Strandclub. Ein langer Holzsteg führt durch den Pudersand an der Getränke- und Grillbar vorbei den Abhang hinunter. „Der Sand wird zu Beginn der Saison im Mai jedes Jahr neu aufgeschüttet, das sind drei Lasterladungen beziehungsweise 36 Tonnen”, erzählt Mitrovic. Das Gelände ist riesig und bietet Platz für rund 500 Gäste. In den Liegestühlen genießt man meinen einen hervorragenden Ausblick auf die Weser, den Dom und die Altstadt.

Während ein Pärchen stillschweigend die Sonne genießt, bekommen zwei junge Frauen zwei Cocktails serviert. Ein paar Tische weiter sitzt eine größere Gruppe und unterhält sich angeregt. „Wir arbeiten zusammen und wollten das gute Wetter noch einmal für ein gemeinsames Feierabend-Bierchen ausnutzen. Die Location hier ist einfach traumhaft”, schwärmt Oliver aus Bremen. Das Beachvolleyball-Feld wird unterdessen von einer Gruppe junger Männer besetzt und auf dem kleinen Kinderspielplatz spielt ein kleines Mädchen andächtig im Sand.

Die „weiße Perle” ist derzeit der einzige Beachclub in Bremen. Einige andere Versuche dieser Art wie einst der „Siebte Himmel” auf dem Dach eines großen Kaufhauses mitten in der Innenstadt sind gescheitert. „Reich wird man mit solch einem Beachclub nicht und das Risiko ist relativ groß, weil das Geschäft so stark vom Wetter abhängig ist”, sagt Mitrovic. „Aber es macht mir eben Spaß.”

Der 40-Jährige mischt schon seit knapp 15 Jahren Bremer Gastro-Geschäft mit: 2002 eröffnete er die Cocktailbar „Beluga“ auf den Höfen, 2006 das „White Pearl” und 2010 das „Studio”, das sich ebenfalls auf den Höfen befindet.

Je nach Wetterlage endet nun bald die Beachclubsaison. Über die Öffnungszeiten informiert die Internetseite des Beachclubs.

www.white-pearl-beach.de

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