Im Musicaltheater laufen die Aufzeichnungen für „Das Supertalent“

Slacklining und Tabledance

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Zogen gestern im Musicaltheater alle Blicke auf sich: Renaldo Speller (l.) und „Tabledancer“ Ernst Spätling wollen die Jury mit ihrer Tanznummer überzeugen. 

Bremen - Von Viviane Reineking. Eine singende Bürgermeisterin, ein schräges Tanzduo und ein bestens gelaunter Juror Bruce Darnell: Derzeit werden im Bremer Musicaltheater die Castings für „Das Supertalent“ aufgezeichnet. Die Kandidaten versuchen, mit ungewöhnlichen Bühnendarbietungen, Outfits oder einfach mit ihrem Können die Jury um Dieter Bohlen von sich zu überzeugen.

Juror Bruce Darnell scherzt gestern bei der Aufzeichnung zum „Supertalent“ mit einem zufällig vorbeikommenden Autofahrer.

Schon drei Stunden vor Beginn der Aufzeichnung bildet sich gestern eine lange Schlange vor dem Eingang des Musicaltheaters. Innen bereiten sich derweil die Kandidaten auf ihren Auftritt vor Bohlen, Darnell und Neu-Jurorin Victoria Swarovski vor. Die aktuelle „Let’s-Dance“-Siegerin übernimmt in der zehnten Staffel den Part von Vorgängerin Inka Bause.

„Sinnvolle Kritik, wie wir uns verbessern können“, erhoffen sich die Schwestern Mary-Sue (13 Jahre) und Jo-Ann Weber (12) aus dem thüringischen Apolda. Angst vor der berüchtigten Wertung von Dieter Bohlen haben sie nicht, hoffen aber vor allem, dass ihr Akrobatik-Auftritt insbesondere Stil-Ikone Bruce Darnell gefällt, „den mögen wir sehr gerne“.

Dieter Bohlen Paroli bieten

Angriffslustiger zeigt sich da schon Josefa Schmid aus Niederbayern. Die taffe Blondine ist nach eigenem Bekunden bekannt als „singende Bürgermeisterin“ der 3 .000-Seelen-Gemeinde Kollenberg. Bevor sie gefragt wurde, ob sie am Casting teilnehmen möchte, „habe ich das ,Supertalent’ noch nie gesehen. Jetzt bin ich aber natürlich vorbereitet“, so die selbstbewusste, nebenberufliche Politikerin, die mit einer eigenen Gesangsnummer („Du fehlst mir“) auf der Bühne punkten möchte. Auch sie zeigt sich unbeeindruckt vom allgegenwärtigen Juror Bohlen, „dem werde ich Paroli bieten, wenn es sein muss“.

Seit vergangenem Sonntag und noch bis Donnerstag wird im Musicaltheater täglich zweimal aufgezeichnet. Bereits zum vierten Mal ist das „Supertalent“ hier zu Gast. Überall im Foyer wird fleißig gedreht. Kameras, die die eingelassenen Besucher ebenso filmen wie die Castingteilnehmer, die im Backstagebereich auf ihren Auftritt warten. „Die Stimmung ist total gut und entspannt“, verrät Tänzerin Natalia, die mit Partner Chris als „Iconic Dancers“ auftritt. Beworben haben sie sich für die Show nicht: „Wir wurden nach einem Auftritt von einem Talentscout angesprochen, ob wir mitmachen wollen“, so die 32-Jährige.

Speed-Painting, Slacklining, Zaubereien wie von Henryk, gestern mit 71 Jahren der älteste Künstler – die Casting-Teilnehmer versuchen, mit vielfältigen Talenten eine „Stern-Medaille“ zu ergattern, um die Chance zu erhalten, in die engere Auswahl fürs Finale zu kommen.

Rein optisch stechen zwei heraus. Knieschoner in Totenkopf-Form, Netzstrümpfe und ein blumiges Kleidchen trägt der eine – Ernst Spätling, 68 Jahre. Der andere, Renaldo Speller, 41 Jahre, ein Superman-Kostüm. Spätling bezeichnet sich als der „älteste Tabledancer“ Deutschlands, ist zum zweiten Mal beim Casting. Speller war auch schon mal da, „ich habe Sehnsucht nach Dieter und Bruce, ich kann nicht anders“. Mit ihrer Tanznummer wollen sie es dieses Mal eine Runde weiter schaffen. Heiko Fischer alias „Die Igelschnauze“ hofft dagegen einfach nur, seinen selbstkomponierten Partysong „voll durchziehen zu können, ohne ausgebuzzert zu werden“.

Dem Gewinner der Jubiläumsstaffel winkt nicht nur eine Siegprämie von 100 .000 Euro, sondern auch ein Auftritt in der Glitzerstadt Las Vegas. RTL strahlt 14 Folgen des „Supertalents“ ab dem 10. September aus.

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