Kugeln beschädigten am 9. Juli Fenster

Gutachten: IC-Zug in Bremen wurde beschossen

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Die zersplitterte Fensterscheibe eines IC-Zugs, der im Hauptbahnhof von Osnabrück halten musste.

Bremen - Ein kriminaltechnisches Gutachten hat bestätigt, dass auf einen Intercity-Zug vor rund zwei Wochen in Bremen geschossen wurde.

Die Schüsse stammten aus einer Druckwaffe mit einem Co2-Gasbehälter und einem Kaliber von 4,5 Millimeter, teilte ein Sprecher der Bundespolizei am Donnerstag in Bremen mit. Die Ermittler gehen derzeit nicht von einem gezielten Anschlag auf die Bahn aus, sondern eher von „Zielübungen“.

Polizei sucht Zeugen

Radio Bremen hatte zuerst über das Gutachten berichtet. Die Kugeln hatten am 9. Juli drei Fenster des Zuges, darunter die Windschutzscheibe, beschädigt. Keines der Geschosse drang ins Zuginnere ein. Zunächst waren eine Stahlkugelschleuder als Tatwaffe oder auch Steinwürfe nicht ausgeschlossen worden. Der Intercity war auf dem Weg von Fehmarn nach Passau. Von den rund 800 Fahrgästen wurde niemand verletzt. Wer die Schüsse abgab, ist unklar. 

Die Bundespolizeiinspektion Bremen ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Sachbeschädigung sowie Verstoß gegen das Waffengesetz. Die Bundespolizei vermutet, dass der oder die Täter in der Umgebung ansässig sind. Für einen gezielten Anschlag gegen die Deutsche Bahn gebe es keine Anhaltpunkte. In diesem Zusammenhang bittet die Polizei um Zeugenhinweise unter Telefon 0421/162 995.

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