Rummel statt Behördenalltag

Die neue Marktmeisterin Mareike Barthels: „Feuer und Flamme“ für ihren Job

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Die neue Marktmeisterin Mareike Barthels ist gebürtige Bremerin und als solche quasi eine geborene Freimarktsliebhaberin. 

Bremen - Von Martin Kowalewski. Der Freimarkt läuft ruhig und erfolgreich. Das freut die neue, 31 Jahre junge Marktmeisterin Mareike Barthels. Unter ihrer Obhut hat bereits der komplizierte und akribisch geplante Aufbau geklappt. „Erst kommen die großen Geschäfte, dann die kleinen.“ Lediglich das Riesenrad kam ziemlich spät aus Oldenburg.

Vier Personen zählen zum Team von Mareike Barthels. Alle haben gut zu tun. „In der ersten Schicht gucken wir, ob die Wege auf dem Markt sauber sind und dass da keine Mülltonnen stehen, die da nicht hingehören. Wir achten auch darauf, dass die Geschäfte rechtzeitig öffnen“, sagt Barthels. Während der Markt läuft, sind immer Mitarbeiter vor Ort präsent. „Es ist wichtig, dass die Schausteller schnell mit uns in Kontakt treten können. Oft geben sie nebenbei auch Bewerbungen für weitere Veranstaltungen ab“, erzählt Barthels.

Auch im Büro der Marktmeisterin gehen Anrufe ein. „Manchmal ist ein Kanal übergelaufen. Oder Schausteller teilen mit, dass sie zehn Minuten später öffnen, weil ein Schlüssel abgebrochen ist“, sagt die Marktmeisterin. Barthels erlebt den Freimarkt zum ersten Mal als Marktmeisterin. Bereits in der dritten Saison ist sie Teil des Organisationsteams. Während der Osterwiese im Frühjahr vertrat sie ihren Vorgänger Raimund Klug. Glücklicherweise seien die Schausteller kreativ bei der Problembewältigung und stets bereit, ihren Nachbarn zu helfen. „Eigentlich sind die Schausteller eine große Familie“, sagt Barthels.

Auch für Weihnachtsmarkt und Osterwiese zuständig

Die Bremerin hat an der Weser eine Verwaltungsausbildung gemacht und arbeitete sieben Jahre in einer gänzlich anderen Behörde: dem Job-Center. „Im Job-Center war fast jeder Tag gleich. Hier arbeitet man dagegen dreimal im Jahr auf einen Höhepunkt hin“, sagt die Marktmeisterin. „Da muss man dann auch sonnabends und sonntags ran.“ Barthels ist nicht nur für den Freimarkt, sondern auch für den Weihnachtsmarkt und die Osterwiese zuständig. 

Als passionierte Liebhaberin des Freimarkts war sie von Anfang an „Feuer und Flamme“ für den Job. „Ich habe die Ausschreibung gesehen und mich sofort beworben“, sagt sie. „Schön finde ich auch, dass man so viel draußen ist und mit Menschen zu tun hat. Der Freimarkt war für mich immer die ,fünfte Jahreszeit’. Da geht man mehrfach hin.“ Auch in diesem Jahr hat sie das schon dreimal geschafft. „Ich war sogar im Fünfer-Looping. Aber die ganz extremen Fahrgeschäfte wie ,Apollo 13’ überlasse ich gerne anderen. Ich gehe eher wegen der Leckereien zum Markt.“

Urlaub ist für Mareike Barthels erst Heiligabend wieder drin. Wenn der Freimarkt abgebaut ist, rücken sie und ihr Team mit 25- und 50-Meter-Maßbändern aus, um den Weihnachtsmarkt vorzubereiten. „Beim Weihnachtsmarkt beginnen unsere Messungen immer bei Null, weil wir Markierungen nur mit Kreide machen können“, erzählt sie. „Auf der Bürgerweide können unsere blauen und grünen Markierungen dauerhaft bleiben.“ Der Weihnachtsmarkt öffnet bereits am 21. November. Im neuen Jahr geht es gleich an die Osterwiese. Bei soviel Trubel verbringt Barthels ihre Freizeit am liebsten mit ihrer Familie.

Alle Infos rund um den Freimarkt gibt es auf www.freimarktlife.de!

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