Focke-Museum: Singspiel im Grünen

Ritter und Burgfrauen

Sommervergnügen – Singspiele im Grünen im Park des Focke-Museums. Einmal mehr tritt dort das „Bremer Gartenopern-Ensemble“ auf. Dieses Mal bringt es einen Einakter von Franz Schubert auf die Pavillon-Bühne des Museums. - Foto: Focke-Museum

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, doch Zeit für Ausflüge nimmt man sich ja nicht nur in der Ferienzeit. Zeit für Ausflüge in die Welt der Kunst zum Beispiel.

Im schönen Park des Focke-Museums in Schwachhausen etwa ist am Sonntag, 7. August, ein einaktiges Singspiel von Franz Schubert zu hören (und zu sehen) – „Die Verschworenen oder: Der häusliche Krieg“ heißt es, im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals wird es dargeboten vom „Bremer Gartenopern-Ensemble“. Unter der organisatorischen Leitung von Arnold Castringius und der Regie von Claire Lütcke wird der Pavillon im Park zum musikalischen Schauplatz des häuslichen Krieges zwischen Rittern und Burgfrauen auf der mittelalterlichen Burg von Lüdenstein. Die musikalische Leitung hat der Berliner Dirigent Lars Straehler-Pohl.

Die Vorstellung beginnt um 11.30 Uhr. Eintritt: Erwachsene acht Euro, ermäßigt sechs Euro, Familien zwölf Euro. Reservierungen sind unter Telefon 0421/699 600-50 möglich.

„Jingalinga“ im Schnoor

Keine Lust auf ein Singspiel im Grünen – stattdessen lieber „Jingalinga“? Auch kein Problem. „Jingalinga“, das ist der Titel einer Ausstellung von Laila Seidel in der Produzentengalerie „Kunstmix“ an der Kolpingstraße 18 im Schnoor. Die Bremer Künstlerin ist Mitbetreiberin der Galerie.

Der ungewöhnlich klingende Titel bezieht sich auf „die aktive Suche nach Inspiration während eines Künstlersymposiums in der Slowakei, an dem Laila Seidel 2015 teilnahm“, so Martin Koroscha vom „Kunstmix“-Team. „In verschiedenen Techniken zeigt die Künstlerin kleine Szenen des Geschehens während des Symposiums – Künstler im Garten, auf der Couch, bei der Raucherpause oder auf dem Dach des Studios. Dabei geht es nicht um reine Dokumentation, sondern um die Entwicklung eigenständiger Kunstwerke. Neben Radierungen, Linoldrucken und Fotoarbeiten gibt es auch großformatige Malerei zu sehen“, wie es in einer Vorschau heißt.

Seidel eröffnet „Jingalinga“ am Sonntag, 14. August, um 12 Uhr. Die Ausstellung kann bis zum 9. September bei freiem Eintritt besichtigt werden.

„Arme Sammler“ im Ostertor

„Arme Sammler“, so der Titel, präsentiert unterdessen die „Galerie Mitte“ (Beim Paulskloster 12, Ostertor). Der Künstler Andreas Koch (stammt aus Bremen, lebt in Berlin) und der Kunstwissenschaftler Dr. Peter Funken (Berlin) zeigen dort Arbeiten aus ihren Kunstsammlungen. Privatsammlungen, die man – so eine Ankündigung – „mit Fug und Recht ,Armensammlungen‘ nennen darf, denn auch die beiden Sammler bezeichnen ihre Sammlungen so.“

Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Marcel Duchamp, Martin Kippenberger, Rosemarie Trockel, Francis Picabia, Sigmar Polke. „In beiden Sammlungen trifft man vor allem auf Kunstwerke, die die beiden Sammler aus ihrer Situation als Kunstwissenschaftler beziehungsweise Künstler und mit ihren Mitteln erstehen konnten“, heißt es. Und weiter: „In beiden Sammlungen gibt es Originale, aber auch viele Auflagenobjekte, Grafiken und Fotos, sodann von befreundeten Künstlern Geschenktes sowie Getauschtes unsd ebenfalls Arbeiten, die – im Falle von Funken – in der Zusammenarbeit mit Künstlern wie Fritz Balthaus und Gereon Inger als Multiples und Editionen entwickelt wurden.“

Die Bedeutung des Sammelns

Kurzum: „Die Ausstellung stellt die Frage, was das Sammeln von Kunst für den Menschen bedeutet.“ Eröffnung: Freitag, 5. August, 20 Uhr. Zu sehen sind die „Armen Sammler“ (oder besser: deren Sammlungsstücke) dann bis zum 11. September.

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