„Ratte“ auf der Lampe

Kinderspaß beim „Schlachte-Zauber“ 

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Pirat „Schlimm-Jan“ hat die Schatzkiste geöffnet. Malin darf sich nach der „Pi-Ratten-Suche“ etwas rausnehmen. 

Bremen - Von Martin Kowalewski. Mit einem strahlenden Lächeln kommt die fünf Jahre alte Malin an einen Stand mit Süßigkeiten im „Dorf der Freibeuter“ auf dem „Schlachte-Zauber“. Sie deckt einen kleinen Skandal auf: Mitten unter den Gaumenfreuden sitzt eine Ratte. Frecher Weise hat sich das Kuscheltier auch noch als Pirat verkleidet, kurzum es handelt sich um eine „Pi-Ratte“.

Einmal in der Woche kommen Kinder zur „Pi-Ratten-Suche“ und finden ihre Verstecke. Malin darf die „Pi-Ratte“ sogar mal kurz streicheln. Dann muss das Stofftier zurück in die Warenauslage. Erst einmal, „Pi-Ratten“ wechseln aber laufend ihre Verstecke. Auch die Eltern der kleinen Malin sind zufrieden. „Wir haben heute Morgen die Karte geholt und gleich die erste Ratte am Ausgabestand gefunden. Dann waren wir in der Stadt. Jetzt musste Malin den Rest auf dem Nachhauseweg finden“, sagt Mutter Mandy Thomsen.

Das hat das Kind schnell geschafft. Fünf von acht Ratten hat Malin gefunden, ihre Teilnahmekarte ist voll. „Da war auch eine Ratte am Gewürzstand“, sagt Malin. Eine interessante Information für Jonas, der inzwischen am Stand steht und auf die Ratte zeigt. Der Dreijährige hat seine Eltern dabei und lässt sich die Teilnahmekarte geben. Der dritte Stempel für die dritte gefundene Ratte ist fällig. Jonas war gerade beim Schwerthändler. „Die Ratte saß mitten auf der Lampe“, sagt er. Derweil gehen Malin und ihre Eltern auf Schatzsuche. Die Kiste ist in der „Kapitäns Kajüte“, einer Spelunke. Dort winkt die Belohnung.

Die Fünfjährige hat aufgepasst und zeigt ihren Eltern den Weg. Ein dunkles Raunen erklingt: „Hier ist ein Nachwuchspirat.“ Da ist nichts zu machen. Pirat „Schlimm-Jan“ muss die Schatzkiste vom Tresen heben und zu Malin bringen. „Bevor ich die Kiste aufmache, muss ich noch eine Kleinigkeit verlangen“, sagt er mit dunkler Stimme. „Piraten müssen richtig grimmig gucken können.“ Malin schafft das, zumindest für einen Augenblick. „Schlimm-Jan“ öffnet die Kiste. Sie ist voll mit Kettchen und Schmuck, Quietsch-Entchen und mehr. Die Fünfjährige greift sich strahlend ein Armband.

Der Bremer Weihnachtsmarkt ist eröffnet

„Wenn das so weiter geht, haben wir bald keine Ratten mehr“, seufzt „Schlimm-Jan“. Das würde der Gewürzverkäuferin Elke Osterhaus gefallen. „Die Ratten knabbern die Säcke an. Wenn die merken, da ist scharfer Pfeffer drin, hauen die ab“, wettert sie. „Aber was soll man mit einem Sack, aus dem alles rausläuft.“ Für sie ist klar: Die „PiRatten“-Suche muss weitergehen. Das passiert jeweils mittwochs von 11 bis 17 Uhr für Kinder im Alter von vier bis 14 Jahren. Karten gibt es kostenlos am „Wehrturm“ an der Teerhofbrücke sowie in der Taverne „Ars Vivendi“.

Der „Schlachte-Zauber“ ist bis zum 23. Dezember täglich von 11 bis 20.30 Uhr (sonnabends bis 22 Uhr) geöffnet.

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