München am teuersten

Preise für Wohneigentum stark gestiegen

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Bremen - Wohneigentum ist in der Stadt Bremen deutlich teurer geworden. Wie in anderen deutschen Großstädten stiegen die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser an, wie der Immobilienverband Deutschland IVD mit Verweis auf eine aktuelle Erhebung mitteilte. Auch in Niedersachsen muss für ein Eigenheim immer tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Demnach lag der Gesamtobjektpreis für ein Einfamilienhaus mit mittlerem Wohnwert in diesem Jahr in Bremen bei 220.000 Euro. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich von zehn großen Städten war die Preissteigerung nur in Köln größer, dort stieg der Preis um rund 10,3 Prozent auf 430.000 Euro. Am teuersten war ein Einfamilienhaus mit mittlerem Wohnwert in München, wo der Preis um 8,4 Prozent auf 840.000 Euro stieg.

Nur in München größere Preissteigerung

Nach dem „IVD-Preisspiegel Wohneigentum" wurden Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser in Bremen im Vergleich zum Vorjahr um rund 14,3 Prozent teurer, 160 Euro kostete ein Quadratmeter in einer normalen Wohnlage. Im Vergleich von zehn großen Städten gab es nur in München eine größere Preissteigerung. Dort kletterte der Baugrundstückspreis um rund 16,9 Prozent auf 1.350 Euro pro Quadratmeter. Stabil blieben die Preise in Frankfurt, wo der Quadratmeter in normaler Wohnlage 450 Euro kostete.

Für eine Eigentumswohnung im Bestand zahlten Bürger in Bremen pro Quadratmeter zwischen 750 (einfacher Wohnwert) und 3.000 Euro (sehr guter Wohnwert). Der Quadratmeterpreis für einen Neubau lag zwischen 2.600 Euro bei mittlerem Wohnwert und 4.500 Euro bei sehr gutem Wohnwert. 

In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover mussten Käufer etwas tiefer in die Tasche greifen. Dort kostete eine Bestandswohnung zwischen 850 Euro (einfacher Wohnwert) und 3.500 Euro pro Quadratmeter (sehr guter Wohnwert). Die Preise für Neubauwohnungen lagen zwischen 2.600 (mittlerer Wohnwert) und 4.550 Euro (sehr guter Wohnwert). Vergleichszahlen zum Vorjahr wurden nicht bekannt gegeben.

Seit 2011 steigen Preise kontinuierlich

In Niedersachsen ist ein Eigenheim in den vergangenen Jahren vielerorts teurer geworden. Nach Angaben des Innenministeriums, das den jährlichen Landesgrundstücksmarktbericht vorstellt, sind etwa die Preise von Eigentumswohnungen seit 2011 kontinuierlich um jährlich 5,5 Prozent gestiegen, gleiches gilt für Bauplätze von Eigenheimen. Der Landesgrundstücksmarktbericht basiert auf einer Zusammenarbeit von ehrenamtlichen Sachverständigen aus unterschiedlichen Bereichen der Immobilienwirtschaft und der Verwaltung des Landes Niedersachsen.

Der IVD als Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen stützt sich bei seiner Studie auf aktuelle Immobilienpreise und -trends von rund 370 deutschen Städten. Er verwies darauf, dass sich die Preise je nach Lage und Beschaffenheit der Objekte stark unterscheiden.

dpa

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