Positive Entwicklungswerte

Immobilien-Report: Boom bei Logistikflächen und auf dem Büromarkt

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Bremen punktet derzeit in allen Segmenten des Immobilienmarktes. Der Wohnungsmarkt steht jedoch weiterhin unter Druck, heißt es. Neubautätigkeiten konzentrieren sich unter anderem auf den Stadtwerder. 

Bremen - Von Jörg Esser. Stabilität und Kontinuität zählen laut Andreas Heyer zu den Qualitätsmerkmalen des Bremer Immobilienmarktes. „Bremen ist weiterhin ein attraktiver Standort für Projektentwicklungen und kann mit seinen ausgewiesen positiven Entwicklungswerten nach wie vor bei Investoren punkten“, sagt der Chef der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB).

„Bremen liegt in allen Teilmärkten im Bundestrend vorn“, skizziert Heyer weitere zentrale Aussagen des aktuellen „Immobilienmarkt-Reports“, der am Dienstag auf der Fachmesse „Expo Real“ in München vorgestellt wurde. In der jährlich erscheinenden Publikation stellen die Wirtschaftsförderer die wichtigsten Umsatzzahlen und Trends zum Immobilienmarkt in der Hansestadt zusammen. Untersucht werden in der Studie der Markt für Logistik- und Büroimmobilien, der Einzelhandelssektor und der Wohnungsmarkt sowie das Investitionsklima im Immobilienbereich.

Als Zugpferd für Bremen bezeichnet Heyer den „boomenden Markt der Logistikimmobilien“. Die Wirtschaftsförderer sehen hier „rekordverdächtige Entwicklungen“. Der Bestand an Logistikhallenflächen sei von 2,5 auf 2,7  Millionen Quadratmeter gesteigert worden, der Flächenumsatz in dem Segment bleibe mit 253 560 Quadratmetern auf hohem Niveau. „Die Entwicklung spiegelt Bremens bedeutende Position als logistische Schnittstelle im internationalen Warenverkehr wider“, sagt Heyer. Die Nachfrage nach Logistikflächen bleibe hoch, die Leerstandsquote sei auf das Rekordniveau von 1,14 Prozent (Vorjahr: 1,91) gesunken. Die Hansestadt punktet laut WFB-Chef vor allem mit dem Güterverkehrszentrum (GVZ) und dem Gewerbepark Hansalinie.

Bauaktivitäten belebten den Markt

Auch der Büroimmobilienmarkt entwickle sich dynamisch. Der Gesamtumsatz werde kräftig gesteigert. Die WFB erwartet bis zum Jahresende eine Umsatzentwicklung von 88 000 Quadratmetern (2015: 70 000). Bauaktivitäten belebten den Markt, heißt es. Die Überseestadt sei der Motor. Bis Juli wurden hier 18 000 Quadratmeter neu realisiert. An zweiter Stelle folgt die City mit gut 10 000 Quadratmetern. Außerdem befinden sich laut Immobilienreport vier Neubauten und zwei Sanierungen in der Realisierungsphase. Diese erhöhten das Gesamtvolumen an fertiggestellten Büroflächen in diesem Jahr auf 50 000 Quadartmeter. Dabei entfallen knapp 40 000auf den Neubau der Bremer Landesbank in der Innenstadt und das „Eins“ im Weser- Quartier in der Überseestadt. Werden alle Immobilien planmäßig fertiggestellt, ergibt sich laut WFB bis zum Jahresende ein Büroflächen-bestand von gut 3,59 Millionen Quadratmeter.

Auf dem Wohnungsmarkt habe Bremen „mit einer angespannten Lage zu kämpfen“, heißt es weiter. Wohnraum ist knapp, der Wohnungsmarkt steht unter Preisdruck. Traditionell stark nachgefragt seien gehobene Wohnlagen wie Schwachhausen, Horn-Lehe und Oberneuland. Neubautätigkeiten konzentrieren sich jedoch vermehrt auf die neuen Wohnlagen am Wasser in der City und der Überseestadt sowie auf dem Stadtwerder. Heyer: „Die Kaufpreise steigen deutlich stärker als das Mietniveau.“ Im Durchschnitt beträgt die Miete im Neubau demnach 10,40 Euro pro Quadratmeter, in der Spitze können es 14 Euro sein. Das entspreche einem Preisanstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, so die WFB.

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