Ausstellung „Faszination Wale“: Mehr als 61.000 Besucher

Den Nerv getroffen

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Die Ausstellung „Faszination Wale“ zog mehr als 61 000 Besucher ins Übersee-Museum. Das original-große Modell eines Blauwalherzens (Foto) wird übrigens demnächst in die „Ozeanien“-Abteilung integriert.

Bremen - Die Wal-Ausstellung im Übersee-Museum war ein Erfolg. Diese Fazit zog am Mittwoch Museumsdirektorin Dr. Wiebke Ahrndt. Die Auswertung der Schau „Faszination Wale – Mensch. Wal. Pazifik.“ ergab jetzt mehr als 61.000 Besucher. „Offensichtlich haben wir mit diesem Thema einen Nerv getroffen und sehen uns in unserer Ausstellungspolitik bestätigt“, freute sich Ahrndt.

„Das Übersee-Museum ist auf dem richtigen Weg mit seinem neuen Leitbild Faszination Ferne“, betonte auch Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz. „Der Erfolg der Neupositionierung verdankt sich dem großen Engagement der Leitung und der gesamten Belegschaft des Hauses“, fügte sie hinzu. „Ich freue mich schon auf die Neueröffnung der Amerika-Abteilung im Herbst.“

Die Wal-Ausstellung sei in vielerlei Hinsicht ein Gewinn für die Stadt. Die regionalwirtschaftlichen Effekte der auswärtigen Besucher, die nur für das Übersee-Museum nach Bremen gekommen seien, beträgt laut Kulturressort mehr als 1,8 Millionen Euro. Das hat den Angaben zufolge die Auswertung der vor einem Monat zu Ende gegangenen Schau ergeben. Mit der Ausstellung sei es dem Übersee-Museum gelungen, wichtige Kernzielgruppen zu erreichen.

Die Besuche aus Bremen und „umzu“ konnten gesteigert werden, heißt es weiter. Besonders viele Familien seien erreicht worden.

Ein Besucherliebling der Ausstellung wird weiterhin erhalten bleiben: Das original-große Modell eines Blauwalherzens wird als eines von weltweit drei Modellen dieser Art dauerhaft im Übersee-Museum in die Ausstellung „Ozeanien“ integriert, sagte Ahrndt. Dazu muss allerdings in den nächsten Monaten erstmal Platz geschaffen werden.

Die Riesen der Meere und ihre Beziehung zum Menschen standen im Mittelpunkt der Ausstellung, die vom 7. November 2015 und nach Verlängerung bis zum 22. Mai zu sehen war. Neben der Größe und Vielfalt der Wale zeigte die Schau das Tier als begehrte Quelle für Nahrung und Rohstoffe, aber auch für Mythen und Weltanschauungen unterschiedlicher Kulturen im Pazifik-raum. Die Geschichte des Walfangs, die heutigen Bemühungen um den Schutz der Wale, aber auch die Gefahren, denen diese Tiere ausgesetzt sind, sowie die noch recht junge wissenschaftliche Erforschung der Wale waren weitere Themen der Ausstellung.

Wiebke Ahrndt bedankte sich bei den Förderern wie der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, der Sparkasse, der Naber-Stiftung Übersee-Museum sowie einem privaten Stifter, ohne die die Ausstellung nicht zu realisieren gewesen wäre.

gn

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