Sonnabend öffnet die „Markthalle Acht“

„Nähe ist uns ganz wichtig“

Noch sind die Handwerker im Einsatz – am Sonnabend öffnet sie dann, die „Markthalle Acht“ am Domshof. Im Zentrum: der historische, 6,80 Meter lange ovale Wurstpavillon, der bis 1999 am Bremer Hauptbahnhof gestanden hatte. - Foto: Kuzaj

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ein weiterer Entwicklungsschub für den Domshof im Herzen der Innenstadt: Nach dem „Manufactum“-Warenhaus öffnet im früheren Bremer-Bank-Gebäude am Domshof 8–12 nun die „Markthalle Acht“. Gemeinsam mit dem Landesbank-Neubau auf der gegenüberliegenden Seite hat sich der Domshof damit innerhalb weniger Monate grundlegend gewandet – auf der Seite des Bremer-Bank-Baus getragen von privater Initiative.

Eine Markthalle für Bremen? Ja, gab es schon mal. Anfang der 90er Jahre im früheren Zentralbad am Richtweg. Das Konzept dort scheiterte. Es war ohnehin der falsche Standort, meint Investor Thomas Stefes („Stefespro“), der das Bremer-Bank-Gebäude gekauft und dort einen Millionenbetrag im „unteren zweistelligen Bereich“ investiert hat. „Wenn ich eine Markthalle mache, muss ich da hingehen, wo die Menschen sind.“

Und Menschen sind da – durch den Wochenmarkt, durch „Manufactum“ im Altbauteil des früheren Bankgebäudes. Und ohnehin, weil es ja die Innenstadt ist. Die „Markthalle Acht“ ist als Passage angelegt, die vom Parkhaus Violenstraße bis zum Domshof führt – gegenwärtig noch unter einem provisorischen Dach, laut Planung ab Februar 2017 unter einem etwas tiefer hängenden und gläsernen „Schirm-Dach“.

Während „Manufactum“ etwa 1 000 Quadratmeter groß ist, hat die „Markthalle Acht“ 1 200 Quadratmeter Platz. Eingerichtet wurde sie in den vergangenen zwei Monaten – nach der Eröffnung des Warenhauses also. Zeitweilig waren 100 Handwerker im Einsatz, sagt Stefes. „Wir haben 1 000 Tonnen Material rein- und rausgetragen.“

Ein „Ort der Begegnung“ soll sie sein, die „Markthalle Acht“. So beschreibt es Stefes‘ Ehefrau Mirjana Boric, die Geschäftsführerin der Markthalle. „Nähe ist uns ganz wichtig.“ 20 Stände gibt es. Die Grundidee ist, Lebensmittelerzeugern und -produzenten aus der Region ein Forum zu bieten. Erzeuger und Kunden sollen über die Lebensmittel miteinander ins Gespräch kommen, so Boric.

Markus Freybler von der Bremer Braumanufaktor schenkt „Hopfenfänger“ aus. - Foto: Kuzaj

Wechselnde Angebote sollen stets für Neues sorgen – an saisonalen Ständen zum Beispiel. Flexibilität zeigt sich auch in der Gestaltung der Mietverträge – der kürzeste läuft vier Wochen, der längste zehn Jahre. Unter den Standbetreibern finden sich beispielsweise der Geflügelhof Mühlenberg aus Hagen im Bremischen, die Bremer Baumanufaktur „Hopfenfänger“ und der Popcorn-Künstler Thorsten Hobein („Goldcorn”). Es gibt Sitzmöbel und Keramik, Tapas und Pizza-Spezialitäten, Gemüse und Gewürze, Wein und Mittagstisch. Und Eis vom Milchkontor Wilstedt. Noch offen ist, wie der historische ovale Wurstpavillon genutzt wird, der – wie berichtet – in die „Markthalle Acht“ gehievt wurde und dort nun einen zentralen Platz hat.

Die „Markthalle Acht“ öffnet am Sonnabend, 26. November, 11 Uhr. Am Premierentag sind etliche Vorführungen und Aktionen geplant. Anschließend gelten diese Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 10 bis 20 Uhr. Donnerstag „Street Food“ bis 22 Uhr. Montag Ruhetag. An verschiedenen Sonntagen soll es Brunch-Angebote geben.

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