„Wachwechsel“ beim Roten Kreuz in Bremen

Der Nachfolger tanzt gerne Tango

„Wachwechsel“ beim Roten Kreuz in Bremen: Gerhard Behlau (l.) folgt auf Geschäftsführer Jürgen Höptner, der nach 32 Jahren in den Ruhestand geht. - Foto: DRK/Georgi

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ja, es ist „doch ein Einschnitt“, wie ein Sprecher des Roten Kreuzes (DRK) in Bremen formuliert. Denn Geschäftsführer Jürgen Höptner geht nach 32 Jahren beim DRK-Kreisverband Bremen in Rente. Zum 1. August übergibt er den sprichwörtlichen „Staffelstab“ an seinen Nachfolger Gerhard Behlau. Damit es einen fließenden Übergang gibt, war der bisherige Bereichsleiter Behlau bereits im Januar zum zusätzlichen Geschäftsführer ernannt worden.

Der Diplom-Sozialarbeiter Jürgen Höptner war 1984 von der Bremer Arbeiterwohlfahrt zum Roten Kreuz gewechselt. Neun Jahre Abteilungsleiter für den Bereich Sozialarbeit sowie stellvertretender Geschäftsführer – und danach 23 Jahre als Geschäftsführer an der Spitze des Bremer Roten Kreuzes: Höptner habe die Entwicklung des Verbandes in den zurückliegenden drei Jahrzehnten „geprägt“, so der Bremer DRK-Sprecher Lübbo Roewer. Mit bald 900 hauptamtlichen Mitarbeitern und mehr als 200 einzelnen Aktivitäten zähle der DRK-Kreisverband Bremen „aktuell zu den fünf umsatzstärksten Rotkreuz-Verbänden bundesweit“.

Roewer: „Höptner war und ist Spezialist für ungewöhnliche Projekte. Das Institut für Chinesische Medizin war seine Idee – ebenso wie die Einführung des DRK-Medienpreises. ,Early English‘ gab es erstmals beim Roten Kreuz in Bremen, als Fremdsprachen in Kitas noch nicht üblich waren. Höptner initiierte den DRK-Reise-Service, eine eigene Gesellschaft, die als Reiseveranstalter bundesweit für die DRK-Gliederungen als Dienstleister tätig ist.“

Sein Nachfolger Behlau wurde 1959 in Hamburg geboren. Er arbeitete nach seinem Studium zunächst als Sozialpädagoge, bevor er 1992 zum Bremer Roten Kreuz kam. Hier leitete er zunächst die Abteilung „Frühförderung und integrative Hilfen“, ehe er 2004 den Bereich „Kinderhilfe“ übernahm. Unter seiner Regie konnte beispielsweise das DRK-Kinderhaus Airport als Modellprojekt realisiert werden. Auf dieser Basis sind bis zu 15 neue DRK-Kitas in den kommenden Jahren geplant, heißt es. In seiner Freizeit ist Behlau leidenschaftlicher Tango-Tänzer.

Und Höptner? Der möchte fortan offenkundig nicht nur Freizeit haben, sondern sich auch weiter engagieren. Beim Roten Kreuz natürlich. „Ich kann nicht einfach abschalten, sondern werde mich mit einigen Spezialaufgaben und mit begrenzter Arbeitszeit weiter engagieren“, schreibt er in einer Mitteilung an die Mitarbeiter des Bremer Roten Kreuzes. Und so wechselt Höptner nun in die neu geschaffene Stabsstelle „Projektconsulting“.

Der Erlös geht an das Tierheim Arche Noah

Mit dem Engagement ist es ja zuweilen so  eine Sache. Es ist nicht immer ganz einfach. Es kann zu diplomatischen Verwicklungen kommen. Im Rahmen der Städtepartnerschaft von Bremen und Haifa zeigt Tilman Rothermel gegenwärtig in der „Galerie am Schwarzen Meer“ (Am Schwarzen Meer 119) Arbeiten des israelischen Künstlers Doron Elia.

Wie dieser Tage an dieser Stelle erähnt, steht dort nun eine besondere Aktion an. Doron Elia wolle eine seiner größeren Arbeiten für ein Tierheim spenden, sagte Galerist Rothermel jüngst. „Die Arbeit soll versteigert werden.“ Und zwar bei der Finissage am Sonntag, 31. Juli, in der Zeit von 17 bis 19 Uhr.

Rothermel erwähnte in diesem Zusammenhang das Bremer Tierheim. Nun aber haben sich die Dinge so entwickelt, dass der Galerist sich erneut gemeldet hat, um eine Veränderung mitzuteilen. Wir zitieren: „Der Erlös der versteigerten Arbeit soll nicht dem Bremer Tierheim in der Hemmstraße, sondern dem Tierheim Arche Noah in Stuhr-Brinkum zugute kommen.“ Und: „Es tut mit leid, diese Verwechslung verantwortet zu haben.“

Zur Versteigerung steht ein Wandobjekt aus Pappmaché auf stabilisierendem Holzgerüst. Mindestgebot: 400 Euro.

Streichquartett im Sendesaal

Von der Kunst zur Musik. Marie Ausländer, Léa Al -Saghir und Samuel Hirsch aus Lausanne kennen sich, seit sie sieben Jahre alt sind. Mit dem Bratschisten Son Pham Ba bilden sie heute das „Streichquartett Opus 4“. Nun kommen die vier jungen Musiker nach Bremen.

Am Donnerstag, 18. August, treten sie in der Reihe „Saltarello“ im schönen Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee auf. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Auf dem Programm stehen Werke von Haydn, Strawinsky und Ravel. Eintritt: 15 Euro.

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