Die zweite „Kunsthallen-Lounge“ wird „spacig“

Das Museum wird zur Raumstation

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Lounge-Atmosphäre im Museum – in diesem Fall: in der Bremer Kunsthalle, umgeben von der Arbeit „Jardim Botânico [Rio]“ von Sarah Morris. 

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Das Museum als Kulisse – ein heute gängiges Prinzip, wenn es um Veranstaltungen geht. Die Museen organisieren sie sogar selbst. Die Bremer Kunsthalle zum Beispiel. Sie lädt nun wieder in die „Kunsthallen-Lounge“. Motto (wir zitieren): „Unterhaltung und Chillen“. Termin: Donnerstag, 11. August. „Einlass und Guides in der Ausstellung ab 18 Uhr, Programm ab 19 Uhr“, heißt es in einer Vorschau.

Dann folgen Fragen. Fragen wie diese: „Wie sieht der Mond von hinten aus? Was ist wirklich echt? Welche Auswirkungen hat die Völkerwanderung auf den einzelnen Menschen? Wie spiegelt sich die Weltgeschichte in der aktuellen, jungen Kunst?“ Nun, die zweite Ausgabe der „Kunsthallen-Lounge“ soll „zeitkritisch und spacig“ zugleich werden.

Inspiriert von den Arbeiten in der Ausstellung zum „Kunstpreis der Böttcherstraße“ (bis 18. September) verwandelt sich die Kunsthalle „in eine Raumstation“, wie es vorab heißt. Moderatorin Jessica Bloem (Nordwestradio) spricht mit Außerirdischen. Nein, kleiner Scherz. Die Moderatorin unterhält sich mit Detlef Wilde (vom Raumfahrtunternehmen Airbus Defence and Space) und Tessa Alex (Kunsthalle, Kuratorin der „Kunstpreis“-Ausstellung). Außerdem ist die Bremer Band „Faakmarwin“ dabei, die gerade ein neues Album produziert. „Der Eintritt ist an diesem Abend frei“, heißt es in der Kunsthalle. Und: „Ohne Voranmeldung, bitte beachten Sie die begrenzte Platzzahl.“

Gedichte und Texte von Kurt Tucholsky

Chillen – ob das was für Kurt Tucholsky (1890 bis 1935) gewesen wäre? Wer weiß. Unter dem Titel „Mensch, Dein Leben!“ liest und rezitiert Christiane Hahn-Büthe am Sonnabend, 20. August, in der Villa Sponte am Osterdeich 59b Gedichte und Texte von Tucholsky. Beginn ist um 20 Uhr.

„Politik, Gesellschaft und Frauen waren seine Themen“, heißt es schmissig in einer Ankündigung. „Wie kein anderer begleitete Kurt Tucholsky die 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit feinem, bissigem und entlarvendem Humor.“

Christiane Hahn-Büthe bringe aus dem umfangreichen Werk „dieses sensiblen Künstlers“ eine Auswahl an Gedichten und Texten auf die Bühne, „deren Aktualität so manchen erschrecken oder auch zum Lachen bringen wird“, so ein Sprechder. Musikalisch begleitet Agata Ciurtok das Programm am Klavier.

Christiane Hahn-Büthe tritt seit vielen Jahren mit musikalisch-literarischem Kabarett, szenischen Lesungen sowie Buchvorstellungen innerhalb und außerhalb Bremens auf. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Songs und Sounds von Margaret Glaspy

Margaret Glaspy aus New York ist Singer-Songwriterin – tritt aber nicht mit akustischer, sondern mit elektrischer Gitarre auf. Das gibt ihren Songs eine besondere Härte und dem Auftritt der Künstlerin eine besondere Präsenz – zu erleben ist das demnächst in Bremen, denn Margaret Glaspy kommt am Sonntag, 28. August, mit ihrer Band in den Club „Moments“ (Vor dem Steintor 65). Und natürlich bringt sie ihre E-Gitarre mit. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

Margaret Glaspy stammt aus einer Kleinstadt in Nordkalifornien. Ihre Fähigkeiten als Gitarristin und als Sängerin verfeinerte sie zunächst im Umfeld der renommierten „Berklee School of Music“ in Boston, Massachusetts.

Im Jahr 2010 zog sie nach New York City, spielte in Bands anderer Leute, schrieb aber auch bereits eigene Songs. „Die harte Band-Schule präparierte sie für ihr Standing als Singer-Songwriterin“, heißt es nun in einer Konzertvorschau. „Geraume Zeit trat sie vor allem solo vors Publikum. Mittlerweile hat sie ein festes Trio, mit dem sie erstmals in Europa auftritt.“ So eben auch in Bremen.

„Emotions And Math“ hat die 27-Jährige als Titel für ihr Debütalbum gewählt. Sie setzt sich mit Beziehungen auseinander, sie erzählt Geschichten – und fügt der Tradition des Singer-Songwritertums so ein weiteres Kapitel hinzu.

www.club-moments.de/events

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