Erfolgsquote 100 Prozent: DFG bewilligt alle drei Anträge

Millionen für die Uni Bremen

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Geldsegen für die Uni Bremen und ihre Partner: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat alle drei Anträge für Graduiertenkollegs bewilligt – das bedeutet eine Förderung von rund zwölf Millionen Euro. Unser Foto zeigt die Glashalle der Bremer Uni und im Hintergrund links den Fallturm.

Bremen - Die Erfolgsquote beträgt 100 Prozent – besser geht’s nicht: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat alle drei Anträge der Universität Bremen für Graduiertenkollegs bewilligt. Das bedeutet, die Uni bekommt rund zwölf Millionen Euro Förderung.

Involviert sind neben der Uni Bremen auch die Jacobs-Universität, die Uni Oldenburg und das Max-Planck-Institut für Dynamik und Struktur der Materie in Hamburg.

Nach Angaben der Bremer Uni kann nun am 1. Oktober ein Graduiertenkolleg in den Materialwissenschaften in Kooperation mit der Jacobs-Uni, der Uni Oldenburg und dem Max-Planck-Institut für Dynamik und Struktur der Materie starten. Ein weiteres beginnt in der Technomathematik. Zudem wurde in der Gravitationsphysik ein Graduiertenkolleg verlängert, das die Uni Bremen in Kooperation mit der Uni Oldenburg betreibt.

„Damit haben wir eine hundertprozentige Erfolgsquote“, freute sich gestern der Rektor der Uni Bremen, Prof. Bernd Scholz-Reiter. Das Ergebnis zeige, dass sich die Exzellenzuniversität Bremen mit ihren Kooperationspartnern in der Wissenschaftslandschaft auf hohem Niveau bewege.

Auch stärke die DFG-Bewilligung die Uni Bremen in ihrer Bewerbung für die nächste Runde in der Exzellenzinitiative, so der Rektor. Schließlich gehörten die Materialwissenschaften und die Weltraumforschung zu den Schwerpunkten der Universität. Die Technomathematik sei wiederum ein wichtiges Querschnittsfeld.

Freuen sich über die Förderung des Graduiertenkollegs „Models of Gravity“: Jutta Kunz und Claus Lämmerzahl. - Foto: Uni Oldenburg

Insgesamt hat die DFG 18 Graduiertenkollegs für 4,5 Jahre mit einem Gesamtfördervolumen von 74 Millionen Euro neu bewilligt. Davon erhält die Uni Bremen rund zwölf Millionen Euro (rund 3,8 Millionen Euro Technomathematik, etwa vier Millionen Euro Materialwissenschaften und ebenfalls etwa vier Millionen Euro Gravitationsphysik).

In dem Graduiertenkolleg „Pi³: Parameter Identification – Analysis, Algorithms, Implementations“ von Professor Peter Maaß (Zentrum für Technomathematik) werden internationale Promovierende an der Schnittstelle von Angewandter Mathematik und Wissenschaftlichem Rechnen für den akademischen und nicht-akademischen Arbeitsmarkt ausgebildet. Mathematisch-fachliche Qualifizierung und die Förderung wissenschaftlicher Selbstständigkeit sind die Leitmotive des neuen Kollegs, wie es heißt. Die im Graduiertenkolleg neu entwickelten Verfahren sollen exemplarisch zur Optimierung von Vergasersystemen im Automobilbau, zur Analyse von Stoffwechselstrukturen aus massenspektrometrischen Daten und zur optischen Analyse von Faserstrukturen eingesetzt werden.

Ziel des neuen Graduiertenkollegs „QM³: Quantum Mechanical Materials Modelling” der Professoren Thomas Frauenheim und Tim Wehling ist es, neue Möglichkeiten der Simulation von Materialeigenschaften auf atomarer Skala zu etablieren. Dabei kooperieren sie mit der Jacobs-Uni, der Uni Oldenburg und dem Max-Planck-Institut für Dynamik und Struktur der Materie. Eine Vielzahl von Materialeigenschaften, die man in der Chemie oder Photovoltaik nutzt, werden durch die Gesetze der Quantenmechanik und durch atomare Strukturen bestimmt. Ziel des Kollegs ist es, eine interdisziplinäre Forschungs- und Ausbildungsinfrastruktur zu schaffen.

Verlängert wurde das Graduiertenkolleg „Models of Gravity“. Es wird federführend von den Professoren Jutta Kunz (Uni Oldenburg) und Claus Lämmerzahl vom Zentrum für Angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (Zarm) an der Uni Bremen geleitet. In den vergangenen Jahren hat das Kolleg den Angaben zufolge erfolgreich in der Gravitationsphysik geforscht und junge Doktoranden ausgebildet.

„Wir freuen uns, dass wir dies weitere viereinhalb Jahre fortführen können“, so Kunz und Lämmerzahl. Neben den Unis Oldenburg und Bremen sind an dem Graduiertenkolleg auch die Jacobs-Uni, die Unis Hannover und Bielefeld und als externer Partner die Uni Kopenhagen beteiligt.

Mit der aktuellen Bewilligung und Fortführung der Graduiertenkollegs hat die Universität Bremen jetzt insgesamt sechs Einrichtungen dieser Art, die sie zum Teil mit Kooperationspartnern betreibt.

gn

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