Parodist Jörg Knör lässt in „Filou!“ alte Bekannte neuarrangierte Lieder singen

Ein Mann und seine 50 Gäste

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... zehn Minuten später ist das Plakat für den Bremer Auftritt fertig. Mit Stadtmusikanten, Roland und anderen Zutaten. 

Bremen - Von Jörg Esser. Der Mann ist ein Multitalent. Ein Komiker und Parodist. Und Jörg Knör ist auch ein begnadeter Karikaturist und Schnellzeichner. Der 57-Jährige war gestern zu Gast beim Pressefrühstück im „Alex“ auf dem Domshof und zeichnete dabei mal eben das Plakat für seine neue Show „Filou!“. Damit gastiert er am 23. November in der Glocke.

Das Kunstwerk entsteht. Jörg Knör greift zu dicken Filzstiften und legt los ...

Knör ist unter anderem durch einen Fernsehauftritt im „Talentschuppen“ bekanntgeworden – 1981, in einer Ausgabe mit Ute Lemper und Hape Kerkeling. Eine Castingshow mit nachhaltigem Ergebnis sozusagen. Zurück in die Zukunft. Mit seinem neuen Programm ist Knör zwei Jahre unterwegs. Und er steht wieder alleine auf der Bühne. Das heißt: Er fährt jede Menge prominenter Gäste auf – so um die 50  kommen locker zusammen. „Das sind mehr als bei einer Oscar-Gala“, sagt Knör. Und die Gästeschar ist bunt und irgendwie zeitlos. Mao ist dabei, Napoleon, „Loddar“ Matthäus, „Mörtel“ Lugner, Tom Jones, Udo Lindenberg, Reiner Calmund, Brigitte Bardot, Rudi Carrell, „Jopi“ Heesters. Das HB-Männchen. Und natürlich Inge Meysel und Helmut Schmidt. Den Altkanzler aus Hamburg parodiert Knör am liebsten.

„Ich erzähle und singe mit den Promis Geschichten von mir und den Promis“, sagt der gebürtige Wuppertaler. Das neue Programm sei mehr als eine Starparade. Es sei „sehr biographisch und sehr musikalisch“, ergänzt er. „Ich erzähl' mein Leben. Und das Publikum freut sich auf viele alte Bekannte.“ Knör lässt sie neukomponierte Songs singen, die Lutz Krajenski arrangiert hat.

„Filou!“ spielt am Montmartre, dem Künstler-Treff in Paris. „Ich schaff' mir einen Ort, der mich emotional anturnt“, sagt er. Eine wunderschöne Kulisse eben. „Die perfekte Kulisse für ein Rendezvous mit vielen prominenten Künstlern, mit mir und meinem Leben.“

Jörg Knör ist Parodist. Als „Imitator“ bezeichnet zu werden, das mag er überhaupt nicht. „Dann reagiere ich wie eine Diva.“ Er sagt: „Ich mache ja nichts nach, ich mache was vor.“ Sein Repertoire ist gewaltig. Frank Sinatra, Sammy Davis Jr., Karel Gott, Peter Alexander, Karl Lagerfeld, Michael Jackson, Howard Carpendale, Dietmar Schönherr, Vivi Bach, Bruce Darnell.

Und wen parodiert Knör nicht? „Donald Trump“, sagt er spontan. „Aus politischen Gründen?“ Nein. Franz Beckenbauer parodiert er auch nicht. „Ich mach keine Leute, die ich nicht mag oder die ich langweilig finde“, sagt Knör. Und Beckenbauer sei langweilig.

Jörg Knör gastiert am Mittwoch, 23. November, im Kleinen Saal der Glocke (Domsheide). Die Show „Filou!“ beginnt um 20 Uhr. Karten gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

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