18 Bremer Häuser öffnen am Sonnabend zur „Langen Nacht der Museen“

Literarisches Zirkeltraining

Die Bremer Shakespeare-Company ist in diesem Jahr Kooperationspartner der „Langen Nacht der Museen“. Ensemblemitglieder reisen mit Puppen in vier Bremer Museen und spielen Ausschnitte aus „Pericles, Prinz von Tyurs“. - Foto: Bremer Shakespeare-Company/Menke

Bremen - Wenn sich viele kleine Gruppen am Sonnabend noch zu später Stunde durch Bremen bewegen, dann ist die „Lange Nacht der Museen“ angesagt. Und am Sonnabend, 4. Juni, ist es wieder so weit: 18 Ausstellungshäuser öffnen von 18 bis 1 Uhr ihre Türen. Das Motto in diesem Jahr lautet „Bewegt“. Ein Singleband kostet zwölf, ein Familienticket 24 Euro.

Nicht nur die Besucher werden sich zur 16. Museumsnacht bewegen. „Die Museen selbst sind Orte, in denen Bewegung dokumentiert, festgehalten oder auch gezeigt wird. Vor allem werden hier die Menschen auch emotional bewegt“, sagte im Vorfeld eine Sprecherin des Übersee-Museums. Die 18 Häuser präsentieren ihre Sammlungen und Ausstellungen, unterhalten mit Schauspiel, Musik und anderen spannenden Programmpunkten.

Hier ein kleiner Einblick: In der Kunsthalle führt das Puppenspiel „Die Zauberfedern“ zu bewegten Meisterwerken der Sammlung. Es gibt ein literarisches Zirkeltraining, in dem Dieter Begemann Dichtkunst, Kunst und Sport zusammenbringt. Die Museen Böttcherstraße bieten mehrmals am Abend mit „Architektur oder Skulptur?“ einen Spaziergang durch Bernhard Hoetgers Böttcherstraße und zu Per Kirkebys Backsteinskultptur Verkehrsturm auf der Domsheide an. Im kleinen und feinen Schulmuseum in Hastedt (Auf der Hphwisch 61) präsentiert Martin Lessmann mit „Canyon City – eine kurze Immigrationsgeschichte“ ein hochaktuelles Theater in Miniatur.

Bremer Frauen-Geschichten werden im Focke-Museum erzählt. Das Gerhard-Marcks-Haus gastiert wegen Umbaus in der Kulturkirche St. Stephani im Faulenquartier und zeigt dort die Ausstellung „Marcks auf Mission. Christliche Themen im Œuvre des Bildhauers“. Konzertpianistin Claudia Janet Birkholz „bewegt“ dort mit Klängen und gibt Impulse für eine Tanzimprovisation mit den Skulpturen der Ausstellung. Zu einem sportlich-spielerischen Parcours lädt das Hafenmuseum im Speicher XI in der Überseestadt ein und zeigt zudem eine Fotoshow mit den Einsendungen aus dem Wettbewerb „50 Jahre später...“ zum 50-jährigen Jubiläum des Containerumschlags in Bremen.

Im Universum dürfen sich die Besucher auf einen sprechenden Roboter freuen. Im offenen Technikstudio können sie ihren eigenen „Bürstenfuzzi“-Roboter zum Mitnehmen bauen. Die Gesellschaft für Aktuelle Kunst (GAK) auf dem Teerhof bietet zwischen den Sounds von Janis Müller Miniaturarbeiten von Bremer Künstlern an. Passend zum Thema des Alten Pumpwerks in Findorff (Salzburger Straße 12) kommen mit den Bremer Musikern Susanne Sasse und Martin Kratzsch neben Klarinette und Akkordeon auch Abflussrohre und Küchengeräte als Musikinstrumente zum Einsatz. Bewegung als Sprache gibt es bei den Gebärden-Sprachkursen im Übersee-Museum. Daneben gibt es den afro-brasilianischen Kampftanz Capoeira zu sehen und von „Freetual“ Musik aus dem Reich der Insekten zu hören. Kooperationspartner ist diesmal die Bremer Shakespeare-Company. In vier Museen geben Ensemblemitglieder kurze Einblicker in „Pericles, Prinz von Tyurs“. Mit Puppen reisen sie vom Focke-Museum über das Übersee-Museum zum Wilhelm-Wagenfeld-Haus und zu den Museen Böttcherstraße.

Wer nachts noch Lust auf Party hat, ist ab 23 Uhr in der Kulturküche der Weserburg richtig. Mit dem Museums-Band ist der Eintritt inklusive, sonst kostet er fünf Euro. Die Eintrittsbänder gelten in Bremen auch für Busse und Straßenbahnen, den Schiffsshuttle zwischen „Wuseum“ und Hafenmuseum sowie dem Kleinbusshuttle zwischen Krankenhaus-Museum und Kunsthalle.

Alle Teilnehmer der Museumsnacht und das Programm auf der Homepage. - gn

www.bremermuseumsnacht.de

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