Schlager-Potpourri

Frank Rosemann präsentiert Musik in der Galerie

Schlager der 50er und 60er präsentiert der Gitarrist und Sänger Frank Rosemann bei Corona Unger. - Foto: Galerie Unger

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Musik in der Galerie – Klang-Kostbarkeiten aus den 50er und 60er Jahren, aus der Zeit des sogenannten Wirtschaftswunders also, präsentiert der Gitarrist und Sänger Frank Rosemann am Sonntag, 6. November, in der Galerie von Corona Unger an der Georg-Gröning-Straße in Schwachhausen.

Dort wurde dieser Tage die Fotoausstellung „Industrial Stills – Die Ästhetik des Funktionalen“ eröffnet, die Arbeiten von Wolfgang Sümmermann vereint, der Bauten mit industrieller Vergangenheit aufgenommen hat. Sümmermann, 1938 in Cammin (Pommern) geboren, lebt und arbeitet in Achim. Nach einem Chemiestudium widmete er sich intensiv der Fotografie. Die Ausstellung dauert bis zum 4. Dezember.

Bauten mit Vergangenheit, Schlager mit Vergangenheit – der Auftritt von Frank Rosemann, der am Sonntag um 15 Uhr beginnt, fügt den Fotografien eine klingende Ebene hinzu. Er singt und spielt „Wunderbares aus dem Schlagerfundus der Wirtschaftwunderjahre“, sagt Galeristin Unger. „Bei seinem Auftritt mit Gitarre, Mouthharp, Autoharp, Kazoo und Gesang erinnert er an ein verschüttetes deutsches Kulturgut.“ Er hat Lieder von Künstlern wie Vico Torriani, Fred Bertelmann und Peter Kraus im Repertoire. Für einen Auftritt in einer Galerie mit zeitgenössischer Kunst ist das ziemlich originell.

„Rosemann singt von Teenagerträumen, vom braunen ,Hula Baby‘ und vom ,Café Oriental‘“, sagt Unger. „Mit seinen amüsanten Imitationen und eigenwilligen Interpretationen gibt er einen unterhaltsamen Einblick in das Lebensgefühl der aufstrebenden Nachkriegsgeneration. Das musikalische Potpourri ist ein Spiegelbild der 50er und 60er Jahre und zugleich eine amüsante Zeitreise.“

Und außerdem biete es Raum für „eine zeitliche Verschränkung mit Motiven unserer gerade eröffneten Fotografieausstellung“ – und darauf sei man „schon sehr gespannt“.

Rosemann übrigens hat auch eine Bremer Vergangenheit. In den wilden Beat-Zeiten der 60er spielte er mit den „Happy Times“ in der „Lila Eule“. In Hamburg stand er mit den „German Bonds“ im legendenumwobenen „Star Club“ auf der Bühne – und auch in der Hamburgischen Staatsoper hat er gesungen. Ja, ja. . . – „schön war die Zeit, so schön war die Zeit“, wie es in einem der alten Lieder heißt.

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