Feuerwehr und Rettungsdienst im Dauereinsatz

Autos, Lagerhalle und leerstehende Wohnung brennen in Bremen

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In Grolland zerstörte ein Feuer zwei unterhalb der Oldenburger Straße (B 75) geparkte Autos, berichtete die Polizei gestern. Die Kripo ermittelt nun wegen Brandstiftung.

Bremen - Eine Lagerhalle, eine leerstehende Wohnung sowie Autos haben in der Silvesternacht in Bremen gebrannt. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Dauereinsatz. 

Der Brand in der Wohnung an der Rembertistraße brach gegen 0.46 Uhr aus. Das Gebäude war gerade renoviert worden und sollte demnächst bezogen werden, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Sachschaden in diesem Fall beträgt rund 100 000 Euro.  

Außerdem gingen gegen 2.51 Uhr an der Emslandstraße zwei Autos in Flammen auf und wurden völlig zerstört, ein weiteres Fahrzeug und zwei Anhänger wurden durch das Feuer ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Es entstand ein Schaden in Höhe von 20 000 Euro. Warum die beiden Brände ausbrachen, war zunächst unklar.

Der Jahreswechsel 2015 beschäftigte die Feuerwehr und den Rettungsdienst mit einer Vielzahl von Einsätzen. Für die Brandschützer gab es nach eigenen Angaben insgesamt rund 50 Einsätze. Der Rettungsdienst hingegen wurde mit sieben zusätzlichen Rettungswagen verstärkt, und vermeldete allein zwischen Mitternacht und drei Uhr etwa 80 Einsätze. Alle Rettungswagen sollen kontinuierlich im Einsatz gewesen sein. Das Spektrum reichte von Handverletzungen durch unsachgemäße Handhabung von Feuerwerk über Alkoholmissbrauch, Verletzungen als Folge von Schlägereien bis hin zu “alltäglichen“ internistischen Notfällen.

Um 17 Uhr am Donnerstag leitete ein brennendes Adventsgesteck in einer Wohnung im Geteviertel die Silvesternacht ein. Das Feuer wurde schnell gelöscht und die Wohnung gelüftet. Personen befanden sich nicht in der Wohnung. Nahezu zeitgleich läutete eine Feuerzangenbowle einen Rettungsdiensteinsatz ein. Beim Aufgießen von hochprozentigem Alkohol kam zu einer Verpuffung, wodurch sich ein Mann an Oberkörper, Händen und dem Gesicht verbrannte. Er kam erst in ein Bremer Krankenhaus, musste dann aber in eine spezielle Klinik für Patienten mit schweren Brandverletzungen nach Hamburg verlegt werden. 

Auch das historische Bremer Rathaus hat seine Spuren der Nacht davon getragen. Kurz nach Mitternacht löste die automatische Brandmeldeanlage aus. Die vier Beamten, die als Brandsicherheitswache vor Ort waren erkundeten den Bereich, in dem sich der Rauchmelder befand - es war die obere Rathaushalle. Gefunden haben sie die verstreuten Überreste einer Rakete, die zum Glück nicht zu einem Brand geführt hat. Beim genaueren untersuchen der historischen Fenster mit Bleiverglasung zeigte sich ein kleines Loch auf der Seite zum Kirchhof Unser Lieben Frauen.

Der umfangreichste Einsatz startete noch vor Mitternacht in Walle. Dort brannte eine Lagerhalle auf einer Fläche von 500 Quadratmetern. Die Brandschützer verhinderten mit sechs Wasserrohren und einem Wasserwerfer das Übergreifen auf ein Wohngebäude. In der Halle lagerten zum größten Teil Möbel. Durch die weit sichtbare Rauchsäule soll es laut Feuerwehr keine Gefahr für Anwohner gegeben haben. 

Doch damit nicht genug: Die Feuerwehrkräfte hatten immer wieder Brände durch Raketen und Knallkörper zu bekämpfen. Spielgeräte, Bäume oder Müll gerieten in Brand. Auch zwei Geräteschuppen sowie vier Autos brannten aus. Auf fünf Balkonen entzündete verirrtes Feuerwerk Gegenstände, in zwei Fällen griff das Feuer auf das Wohnungsinnere über. Alle Feuer seien schnell gelöscht worden.

Bei einem Löscheinsatz in Borgfeld gab es Verletzte. Es brannte ein Müllcontainer unterhalb einer Lüftungsanlage. Das Feuer wurde schnell gelöscht, die Rauchgase wurden allerdings dadurch weitergeleitet und drei Personen mit dem Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus transportiert.

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