„Sommermomente“: Badebucht bei der DLRG-Station

Kurzurlaub am Werdersee

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Antje planscht mit den Kindern Ilian (v.l.), Paul, Henrie und Sina ausgelassen im Werdersee. Insgesamt gibt es in Bremen zehn Badeseen und eine Badestelle in der Weser vor dem Café Sand als Alternativen zu den Freibädern. 

Bremen - Von Nina Seegers. Im Schatten der Bäume grillt eine Großfamilie, ein junger Mann auf einer Luftmatratze lässt sich entspannt auf dem Wasser treiben, während in der Badebucht Kinder herumoben, Teenager-Mädchen faul in der Sonne liegen und ein paar Jungen Ball spielen. Der Werdersee ist der größte und nicht zuletzt wegen seiner zentralen Lage einer der beliebtesten Badeseen Bremens.

Am Wochenende kommen bei gutem Wetter locker 2 000 bis 3 000 Badegäste an den See, schätzt Oliver Paust, Sprecher der DLRG-Bremen. Besonders beliebt ist die Badebucht auf dem Stadtwerder, gleich hinter der Gastronomie „Kuhhirte”. Denn dort darf auf den großflächigen Liegewiesen gegrillt werden, die Badebucht hat einen kleinen Spielplatz, einen Sandstrand und einen ausgewiesenen Nichtschwimmer-Bereich. Hier können die Städter spontan und ohne lange Anreise mal kurz Urlaub machen. „Vor allem für Familien mit kleinen Kindern ist das hier ideal”, sagt Antje, die mit ihrem Sohn Henrie im Wasser herumtollt.

Antje ist zusammen mit drei anderen Familien an diesem Nachmittag zum See gekommen. Die Gruppe besteht aus vier Müttern, einem Vater und neun Kindern im Alter von sechs Wochen bis vier Jahren. Auf Decken haben sie es sich gemütlich gemacht. Eine Strandmuschel dient den Kindern als Sonnenschutz. „Wir haben uns über die Kita kennengelernt. Normalerweise treffen wir uns einmal pro Woche auf dem Spielplatz, aber heute wollten wir mal den See ausprobieren”, erzählt Antje und wird von ihrem Sohn wieder ins Wasser gezogen.

Badebucht mit DLRG-Rettungswache

Die Badebucht wird auch deshalb von Familien viel besucht, weil es hier neben der DLRG-Station auch eine DLRG-Rettungswache gibt. Am Wochenende, manchmal auch in der Woche, bewachen hier ausgebildete Rettungsschwimmer das Geschehen. Denn gerade erst hat der Todesfall eines 25-Jährigen am vergangenen Sonntag (die DLRG-Wache war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr besetzt) gezeigt, dass es immer wieder Menschen gibt, die nicht richtig schwimmen können oder sich schlichtweg überschätzen.

„Da wir alle ehrenamtlich, also neben unseren Jobs, arbeiten, können wir leider nicht rund um die Uhr das ganze Areal des 54 Hektar großen Werdesees überwachen”, erklärt Paust. Das ist auch nicht die Aufgabe des DLRG. Denn: „In allen Badeseen erfolgt das Baden auf eigene Gefahr”, heißt es auf der Internetseite des Sportamts Bremens.

Neben dem Werdersee gibt es in der Stadt Bremen neun weitere offizielle Badeseen sowie eine Badestelle in der Weser vor dem Café Sand. Das Gesundheitsamt Bremen untersucht regelmäßig (während der Badesaison von Mai bis September monatlich) diese Gewässer und bewertet die Wasserqualität „aus gesundheitlicher Sicht als sehr gut”. Für gute Schwimmer und Naturliebhaber sind Bremens Badeseen also eine gute Alternative zum Freibad.

Hier darf in Bremen gebadelt werden:

Achterdieksee (Vahr, Oberneuland, Blockdiek)

Bultensee (Osterholz)

Mahndorfer See (Mahndorf)

Rottkuhle (Arbergen)

Sodenmattsee (Huchting)

Sommerbad Grambker See (Grambke)

Sportparksee Grambke (Burg-Lesum)

Stadtwaldsee/Unisee (Findorff, Schwachhausen)

Waller Feldmarksee (Gröpelingen, Walle)

Werdersee

Badestelle in der Weser beim Café Sand

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